Smarte³ Fabriken

Smarte³ Fabriken

In Zeiten globaler Unsicherheit und zunehmenden Wettbewerbs stehen Fabriken vor enormen Herausforderungen. Fehlende Wachstumsperspektiven, politische Unsicherheit und der Fachkräftemangel sind nur einige der Faktoren, die Unternehmen zu schaffen machen.

09. März 2025 um 22:35 Uhr von Lukas Morys
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Anpassungsfähigkeit ist das Gebot der Stunde

Waren früher Material- und Personalmangel die limitierenden Faktoren, so ist es heute eine Kombination verschiedener Faktoren, die die Unternehmen unter Druck setzen. Die Unsicherheit, die sich aus der Überlagerung von Krisen ergibt, erfordert eine hohe Anpassungsfähigkeit unserer Produktionen. Gefragt sind intelligente Konzepte, mit denen Fabriken diesen Herausforderungen begegnen können. Doch wie kann das gelingen?

Drei Maßstäbe für die Smart Factory


Aus meiner Erfahrung gibt es drei Maßstäbe, anhand derer wir bewerten können, ob eine Fabrik smart ausgerichtet ist:

1) Smart Phones: Standards für Benutzerfreundlichkeit


Die Apps auf unseren Smart Phones zeigen eindrucksvoll, wie viel Benutzerfreundlichkeit möglich ist. Wir entscheiden innerhalb weniger Sekunden nach der Installation, ob die App einen Mehrwert bietet. Komplexe Strukturen oder umständliches Klicken akzeptieren wir nicht. Wären Sie bereit, für eine neue App ein Trainings- oder Schulungsprogramm zu absolvieren? Eher nicht. Die hohe Benutzerfreundlichkeit unserer Smartphones ist der Maßstab für die Software in unseren Fabriken.

2) Smart Home: Standards für Konnektivität und Datenanalyse


Früher war Automatisierung eine Domäne der Industrie und der Wirtschaft. Heute können wir mit wenig Aufwand auch unser Zuhause automatisieren. Wenn wir aus der Ferne auf die Stromverbrauchsdaten unserer Wohnung zugreifen und mit dem Smartphone den Türöffner bedienen können, ist der gleiche Grad an Vernetzung auch für Fabriken wünschenswert.

Das zeigen auch die beeindruckenden Wachstumszahlen. Die jährliche Wachstumsrate des Smart Home Marktes wird mit 12,0% pro Jahr prognostiziert [1]. Damit liegen die Wachstumszahlen der Smart Home Technologien deutlich über denen der Industrieautomation (9,1%) [2].

Dies hat große Auswirkungen auf die Fabriken. Zum einen werden immer mehr Anwender die Vorteile der Automatisierung aus unserem Privatleben nutzen und diese Anforderungen auch an Fabriken stellen. Zum anderen werden technische Standards der Smart Home Bewegung zunehmend auch in Fabriken Anwendung finden. Nach dem Smart Phone wird das Smart Home Standards hinsichtlich Konnektivität und Automatisierung für unsere Fabriken setzen.

Smart Work: Standards aus dem Lean Management


Die besten Technologien nützen nur etwas, wenn die dahinter liegenden Prozesse verbessert werden. Schließlich darf Technologie nicht als Selbstzweck eingesetzt werden. Die Lean-Prinzipien geben uns hierfür den richtigen Rahmen. Diese sichern die notwendige Kundenorientierung und sorgen für eine hohe Prozesssicherheit bei kurzen Durchlaufzeiten. Ebenso stellen Sie damit sicher, dass Teams eigenverantwortlich arbeiten und Probleme nachhaltig gelöst werden.

Smart Phone, Smart Home und Smart Work sind die drei Maßstäbe für eine Smart Factory

Fazit:


Wenn wir unsere Fabriken anpassungsfähig ausrichten sollen, können Sie anhand von drei Maßstäben das Verbesserungspotenzial ableiten: Anwenderfreundlichkeit, Konnektivität und das Streben nach den Lean Prinzipien bringen wertvolle Eigenschaften für künftige Smart Factories mit sich.



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