JET – Job Evaluation Training – Training Within Industry (TWI) Teil 2

JET – Job Evaluation Training – Training Within Industry (TWI) Teil 2

Im letzten Artikel hatte ich den Umgang mit Arbeitsstandards, mögliche störende Auswirkungen auf Arbeitsstandards und die Wechselwirkungen bzw. Querbeziehungen der Job Evaluations mit den Job Instructions/Relations/Methods dargestellt.

#leanmagazin
am 29. 04. 2019 um 05:30 Uhr in LeanMagazin von Götz Müller


In diesem Artikel geht es um die Arbeitsprinzipien der Job Evaluations, welche dann im dritten und letzten Artikel in die Vier-Schritte-Methode der Job Evaluations münden und mittels dem Job Evaluation Training vermittelt werden.

Neben dem bereits genannten Grundprinzip (Führungskräfte tragen die Verantwortung für Prozessstandards, deren Einhaltung und Umsetzbarkeit) existieren noch vier weitere Prinzipien in den Job Evaluations. Diese beinhalten dann auch konkrete Handlungsanweisungen im Umgang mit Job Evaluations.

  1. Konsequente Umsetzung der Methode durch Führungskräfte zusammen mit Mitarbeitern
  2. Sofortige Korrekturen bzw. Maßnahmen bei Abweichung von Standards
  3. Einfach erkennbare Darstellung der Ergebnisse in den betreffenden Bereichen
  4. Kontinuierliche Weiterentwicklung der Checklisten durch aktuelle Vorkommnisse

Arbeitsprinzipien der Job Evaluations

1. Konsequente Umsetzung der Methode durch Führungskräfte zusammen mit Mitarbeitern

  • Alle Ebenen des Bereichs werden in die Evaluierung auf Basis der zugrundeliegenden spezifischen Checklisten einbezogen.
  • Hoher Prozessbezug der Checklisten und zugeschnittene Evaluierungszyklen verhindern bloßes Abarbeiten ohne Anknüpfung an konkrete Tätigkeiten.
  • Durch Basis- (der untersten Arbeitsebene) und hierarchische Evaluierungen (auf den verschiedenen Ebenen) entsteht ein Gesamtverständnis über die Hierarchien hinweg.
  • Die Prüfpunkte entstehen auf Basis der Schlüsselaspekte in den Prozessschritte (bspw. aus den TWI Job Instructions bzw. Arbeitsaufschlüsselungen).
  • Fragestellungen ergeben sich aus notwendigen Ergebnissen, durchzuführenden Prozessschritten, einzuhaltenden Vorgaben und begleitender Dokumentation.
  • Die Erstellung der Checklisten fördert die Zusammenarbeit von Führungskraft, Mitarbeitern und begleitenden Abteilungen (QM, AV usw.).

2. Sofortige Korrekturen bzw. Maßnahmen bei Abweichung von Standards

  • Abweichungen im Prozess werden sofort gemeinsam von Führungskraft und Mitarbeiter behoben.
  • Wenn beide Beteiligten nicht in der Lage sind, die Standards zu erfüllen, werden Maßnahmen sofort angestoßen.
  • Die resultierenden Maßnahmen werden regelmäßig überprüft.
  • Die sofortige Wirksamkeit der Evaluierung ist sichergestellt.
  • Ampelsystem der Checks: grün, gelb, rot

3. Einfach erkennbare Darstellung der Ergebnisse in den betreffenden Bereichen

  • Alle Beteiligten und Betroffenen, ebenso wie Außenstehende erkennen auf einen Blick die Zustände.
  • Die resultierende Transparenz steigert die Integration ins Tagesgeschäft.
  • Visualisierung der Evaluierungsergebnisse

4. Kontinuierliche Weiterentwicklung der Checklisten durch aktuelle Vorkommnisse

  • Reklamationen im Prozess oder vom Kunden lösen Aktualisierungen der Checklisten aus.
  • Neue Fehler oder Abweichungen werden als Chancen aufgegriffen und generieren neue Checkpunkte, um Ursachen abzustellen.
  • Die resultierende Dynamik in der Methode verhindert statische Gewohnheiten bei der Überprüfung und resultierende Ignoranz gegenüber umfangreichen Ergebniskontrollen.

Im nächsten Artikel, welcher am 6. Mai 2019 erscheint, folgt dann die Beschreibung der Vier-Schritte-Methode der Job Evaluations und der wiederum fünf Trainingsmodule des Job Evaluation Trainings.


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