Wertstromdesign

Wertstromdesign und die dazugehörige Wertstromanalyse fokussieren sich auf die Reduzierung der Durchlaufzeit (Lead Time) ab der Kundenbestellung bis zur Bestellungsauslieferung

Das Wertstromdesign, engl. Value Stream Design (VSD), ist der zweite Verfahrensschritt des sogenannten Wertstrommanagements (Value Stream Management), ein betriebswirtschaftliches Werkzeug im Bereich der Produktionsplanung und -steuerung.

Das Verfahren zeichnet den Entwurf („Soll-Zustand“) einer gemeinsamen Vision für einen verbesserten kundenorientierten Material- und Informationsfluss des gesamten Wertstroms ab. Zuvor wurde mit Hilfe der Wertstromanalyse (der erste Verfahrensschritt im Wertstrommanagement) der Material- und Informationsfluss ausgehend vom Endkunden (Customer) über die Produktion (Producer) bis zu den Lieferanten (Supplier) zeichnerisch festgehalten.

Das Wertstromdesign beschreibt durch den Soll-Wertstrom, was die aktuelle Fertigung zukünftig (z.B. in drei Jahren nach der Analyse) leisten soll. Also welche Durchlaufzeit die Kundenauftragsabwicklung dauern darf, welche Bestände je Prozess erlaubt sind, welche Bestellimpulse von welchem Prozess die Nachproduktion aktivieren soll. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen werden als Zielzustände für den jeweiligen Prozess einem Aktivitäten-Plan festgehalten, der Schritt für Schritt beispielsweise durch die Verbesserungsroutine umgesetzt wird.

Das könnte Dich auch interessieren: Schlanke Produktion mit Wertstromanalyse und /-design

Quelle: in Anlehnung an (Shook & Marchwinski, 2014), (Rother, KATA Handbuch von Mike Rother Version 6.0 27.0), Deutsche Version von Constantin May Deutsche Version von Constantin May (basiert auf englischer Version 27.0), 2015)


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