Constraint

Der englische Begriff „Constraint“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Einschränkung“ oder „Engpass“. Betriebswirtschaftlich werden damit Stationen oder Prozesse benannt, die die Produktionsleistung des gesamten Systems mindern. Analog zum Begriff „Constraint“ wird dafür auch der Begriff „Bottleneck“ (deutsch: Flaschenhals) verwendet. Im Produktionsprozess ist der Begriff mit dem Durchsatz-Management verbunden.

Theory of Contraints (TOC)

Die „Theory of Constraints“ (deutsch: Engpasstheorie) wurde in den 1980er Jahren entwickelt und geht auf den Physiker und Unternehmensberater Eliyahu M. Goldratt zurück. Die TOC geht von den Erkenntnissen der Systemtheorie aus und nimmt an, dass der Durchsatz eines Systems ausnahmslos von einem limitierenden Faktor (dem Engpass oder englisch: Constraint) determiniert ist. Eine Optimierung des Systems ist in diesem Zusammenhang ganzheitlich angelegt und startet beim limitierenden Faktor.

5 Fokussierungsschritte der Theory of Contraints

Den Kern der Theory of Contraints bilden 5 aufeinander aufbauende Fokussierungsschritte:

  1. Identifikation des Engpasses
  2. Vollauslastung des Engpasses
  3. Ausrichtung aller Unterstützungsprozesse am Engpass
  4. Behebung des Engpasses
  5. Identifikation eines neuen Engpasses

Schritt 5 folgt der Annahme, dass in allen Systemen immer irgendwo ein Engpass existiert und somit ein Kreislauf der Verbesserung notwendig ist.

Weitere Anwendungsgebiete der Engpasstheorie neben der Produktionssteuerung sind u.a. Logistik (Supply Chain Management), Marketing und Vertrieb, Projektmanagement (Critical Chain Project Management), Controlling.


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