
Das Idol ... Folge 136
oder ... "Punctum saliens"
Es ist nicht nur der schöne Morgen, die aufgehende verschwenderisch orangene Sonne, die auf das Verwaltungsgebäude von WMIA Incorporated ein Licht legt, von dem andere CEOs in der Betonwüste, in der die Geschäftswelt mit ihren Glaspalästen residiert, träumen. Es ist der Glanz des Erfolgs, den Dr. Nemo, der CEO von WMIA Incorporated dieser Gesamtkomposition verleiht, der wie ein Stern am Himmel der Aktienmärkte glänzt.
Der Glanz des Erfolgs beschreibt sich nicht nur in schnöden Zahlen, ist nicht nur aus dem ordentlichen, fleißigen Abarbeiten von Aufgaben oder mit Erfahrung zu erklären und darüber ist man wohl einig … zum Erfolg gehört noch eine Prise aus dem Reich der Unerklärbarkeit. Simple Gemüter nennen das das Glück, das jemand hat, darauf zu warten liegt allerdings nicht auf dem Radar der zum Erfolg Verdammten.
Mit einem Wort, Erfolg hat wohl etwas Magisches. Das Magische ist es, was Menschen schon immer zu ergründen suchen. Menschen wollen die Magie entschleiern, sie nutzbar machen …
Der italienische Philosoph Tommaso Campanella erklärte das schon im Mittelalter zu einer Zeit, als die Alchimisten versuchten, Gold zu machen, so:
„Alles, was man mit Hilfe einer unbekannten Kunst vollbringt, wird Magie genannt. Denn Technologie wird immer als Magie bezeichnet, bevor sie verstanden wird, und nach einer gewissen Zeit entwickelt sie sich zu einer normalen Wissenschaft.“
So weit, so gut. Und wenn man beispielsweise die Geschichte der Entschleierung der Magie, mit der man Gold machen kann, verfolgt, dann wird man finden, dass … nun ja, leider hat niemand was dazu gefunden. Das allerdings hält auch heute noch niemanden davon ab, zu versuchen, die Magie des Erfolgs zu entschleiern und dafür weite Reisen und hohe Kosten auf sich zu nehmen.
Aber wir werden sehen …

Dr. Nemo erwartet Besuch. Der CEO der Indifeso Incorporated hat sich angekündigt.
Interviewer: „Sie erwarten einen Kollegen?“
Nemo: „Ich würde eher sagen, ich erwarte einen Pilger.“
Interviewer: „Mmmh …!“
Nemo: „Sehen Sie, junger Mann …“ und dabei rückt er seine diamantenbesetzte Krawattennadel zurecht, „sehen Sie, hinter erfolgreichen Menschen wie mir vermuten alle ein Geheimnis und um das zu erfahren, pilgern die Kollegen zu mir.“
Interviewer: „Und, haben Sie das Geheimnis des Erfolgs?“
Nemo lächelt. „Erfolg liegt in meiner DNA!“
Interviewer: „Das hieße übersetzt, Sie sind nicht kopierbar.“
Nemo ist - wie sollte es anders sein – von dieser Interpretation des Interviewers geschmeichelt und streicht über sein rasierwassergestähltes Kinn.
Nemo: „Ja, ich habe das Gen des Erfolgs!“
Interviewer: „Werden Sie das dem CEO von Indifeso sagen?“
Nemo: „Natürlich nicht. Damit wäre er unzufrieden, der arme Kerl. Immerhin kommt er ja von weit her und hat ordentlich bezahlt.“
Fortunata, die ebenfalls zugegen ist, erhebt sich aus dem braunen Ledersessel, ihrem Lieblingsplatz im Vorstandsbüro.
Fortunata: „Nemo, gib es zu, Du redest Unsinn.“
Nemo: „Fortunata!“
Fortunata: „Ich korrigiere mich gern. Entweder redest Du jetzt Unsinn oder Du bist total durchtrieben.“
Nemo: „Fortunata!“ Nemo trommelt mit den Fingern auf der Schreibtischplatte.
Interviewer: „Irgendein Credo müssen Sie doch haben. Das mit der DNA ist wirklich nicht eine zufriedenstellende Antwort.“

Nemo: „Na gut. Mein Credo, wenn man so will, lautet „Wo ich bin, ist vorne!“
Fortunata prustet vor Lachen.
Nemo: „Fortunata!“
Fortunata: „Das glaubst Du wirklich?“
Nemo: „Das glaube ich nicht nur, nein, das ist so!“
Interviewer: „Das also ist das Geheimnis des Erfolgs?“
Fortunata: „Ist Nemo nicht niedlich? Er glaubt, dass das, was er glaubt, alles erklärt.“
Nun, wir wollen der Begegnung mit dem CEO von Indifeso zum Thema des Geheimnisses des Erfolgs nicht vorgreifen. Eigentlich ist alles zum Thema gesagt.
Elvira bringt einen fröhlichen Espresso in die Runde.
Das Geheimnis der Fröhlichkeit des Espressos ist jedenfalls einfach zu erklären. Er ist leicht korrigiert … mit einem Schuss aus der Grappaflasche.
Wie es weitergeht mit Dr. Nemo kann man sich eigentlich nicht ausdenken. Doch wir werden am nächsten Dienstag hören, was passiert ...
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