ESKODIA

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Entwicklung von Selbstorganisationskompetenzen in digitalisierten, industriellen Arbeitsumgebungen

#leanmagazin


Die fortschreitende Digitalisierung treibt „Industrie 4.0“ an, sodass neue Geschäftsmodelle, Kooperationsformen und Managementansätze entstehen. Dadurch sind MitarbeiterInnen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stetig wandelnden Anforderungen ausgesetzt. Facharbeiter, An- und Ungelernte fungieren zukünftig nicht mehr nur als reine Bediener einer Maschine, sondern als Koordinator, Erfahrungsträger und Entscheider. Dies erfordert Selbstorganisationskompetenzen und den fachkundigen Umgang mit Mensch-Maschine-Schnittstellen. In der Realität besteht, aufgrund des geringen Digitalisierungsgrads, Nachholbedarf für industrielle KMU die passenden Qualifikationskonzepte, Ressourcen und Kompetenzen selbst zu entwickeln.

Selbstorganisationskompetenzen entwickeln und fördern

Vor diesem Hintergrund steht im Zentrum des BMBF- sowie ESF-geförderten Forschungsprojektes ESKODIA -Entwicklung von Selbstorganisationskompetenzen in digitalisierten industriellen Arbeitsumgebungen- die Qualifizierung von MitarbeiterInnen. Es wird vor allem der Frage nachgegangen, wie MitarbeiterInnen am besten für die neuen Anforderungen im Zeitalter von Industrie 4.0 qualifiziert werden können. Industrielle Einfacharbeit soll im Zuge von Industrie 4.0 nicht einfach verschwinden, sondern durch (Re-) Qualifizierungsprozesse kontinuierlich aufgewertet werden (Upgrading-Szenario), indem die MitarbeiterInnen dazu befähigt werden, selbstständig die wandelnden Anforderungen an Selbstorganisation und Maschinenkoordination zu erfüllen.

In drei industriellen KMU (AUT-Tech Group, Ph-Mechanik, LBBZ) werden exemplarische Qualifikationsfelder untersucht, die sich durch Digitalisierung wandeln werden: Optimierung der Kompetenz- und Qualifikationsprofile in der Lagerlogistik und Montage, Förderung der virtuellen Dokumentation des Maschinenzustands bei der Instandhaltung durch berufliche Weiterqualifizierung der MitarbeiterInnen sowie der Ausbau digitaler Kompetenzen für fertigungsnahes Personal in der Lasertechnik. Durch Interviews und Beobachtungen des Arbeitsplatzes werden die jeweils erforderlichen Kompetenzen für Selbstorganisation und Nutzung von Mensch-Maschine-Schnittstellen erarbeitet und Qualifikationsanforderungen abgeleitet. Die Projektergebnisse werden in den drei KMU angewendet, prototypisch validiert und unterstützen sie auf ihrem Weg, die Komplexität des digitalen Wandels effizient und langfristig zu gestalten.

Ziel des Forschungsprojekts

Ziel ist es, die MitarbeiterInnen im Zeitalter der Digitalisierung fit zu machen, sodass sie selbstständig die wandelnden Anforderungen an Selbstorganisation und Maschinenkoordination erfüllen können. Die Erkenntnisse fließen in ein App-gestütztes Instrument zur unternehmensbezogenen Feststellung des Kompetenz- und Qualifizierungsbedarfs sowie in eine realitätsnahe Produktionsumgebung als Demonstrator für den Umgang mit einschlägigen Mensch-Maschine-Schnittstellen. So entstehen praxisnahe Tätigkeitsprofile, konkrete Handlungsempfehlungen und eine Zusammenstellung von Erfolgsfaktoren, die KMU je nach Bedarf übernehmen und adaptieren können.

Das Forschungsprojekt zur „Zukunft der Arbeit“ zeichnet sich durch ein Team aus Wissenschaft und Wirtschaft aus und forscht unter Projektleitung der Europäischen Fachhochschule (EUFH) während einer Laufzeit von 3 Jahren (Oktober 2018 - September 2021). Begleiten Sie uns während des Projekts und besuchen Sie unsere Forschungswebsite ESKODIA, um stets auf dem Laufenden zu sein und den aktuellen Fortschritt immer mitverfolgen zu können.


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