
Standards sind nicht alles, aber ohne Standards ist alles nichts
Der/die ein/e oder andere Leser/in wird jetzt vielleicht gedanklich abwinken oder laut stöhnen, weil ich das Thema Standards schon wieder bemühe (s. Links am Artikelende). In meinen Augen gibt es aber im Lean Management, und im Grund unabhängig davon in jeder vernünftigen Betriebsführung, kaum etwas so wichtiges wie Standards. Und den etwas abgewandelten Titel dieses Artikels mit dem normalen Bezug zur Gesundheit habe ich nicht umsonst gewählt.
Standards werden wie die Gesundheit vor allem und erst dann wahrgenommen, wenn sie fehlen. Und der Übergang ist oft ähnlich schleichend. Erschwerend kommt das noch dazu, dass ihr Fehlen oft zuerst von den Kunden wahrgenommen werden. Oft aber auch hier nicht im direkten Bewusstsein der fehlenden Standards, sondern in den Folgen.
Folgen bei fehlender Termintreue, Folgen bei langen Lieferzeiten, Folgen bei schlechter Qualität. Dass diese Folgen keinen positiven Einfluss auf die Kundenzufriedenheit haben, dürfte keiner weiteren Erörterung benötigen. Die Folgen der Kundenunfriedenheit für die Unternehmen sind oft ähnlich indirekt, d.h. Kunden kommunizieren nicht direkt, dass sie aufgrund fehlender Standards unzufrieden sind, sondern sie stimmen einfach mit den Füßen ab und gehen zu Wettbewerbern.
Das gilt dann auch für die internen Folgen im Unternehmen. In der Regel ergeben sich höhere Kosten, um die genannten Defizite zu kompensieren (was im Grund aber schon voraussetzt, dass die notwendige Erkenntnis vorhanden ist. Viel zu oft sind aber die klassisch versteckten Probleme unter der Wasseroberfläche, die man grad noch erkennt, wenn man auf der Spitze des Eisbergs steht.
Die fehlenden Standards befinden sich in der bewussten Wahrnehmung meist aber am untersten Ende des Eisbergs.
Warum sind Standards jetzt so wichtig?
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