
Round Table der Communities: Mehr Klarheit, weniger Verwirrung
Am 17. 10. 2024 haben sich Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Communities (Agil, Lean, TWI, TOC, Six Sigma) zum ersten Round Table getroffen. Die Aufzeichnung des Treffens ist hier abrufbar. Das 2. Treffen fand am 28. 11. 2024 statt. Das 3. Treffen fand am 09. 01. 2025 statt. Das 4. Treffen fand am 13. 02. 2025 statt.
Termine & Anmeldung
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| Veranstalter | Ralf Volkmer |
|---|---|
| Preis | Kostenfrei |
| Dauer | 3 Stunden |
| Kategorie | Online-Events |
| Zielgruppen | Fach- und Führungskräfte, Beratung und Consulting, Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik, Forschung und Entwicklung, Qualitätsmanagement, Administration und Verwaltung, Unternehmensentwicklung, Personalwesen und HR, Produktion |
Beschreibung
Hintergrund der Initiative
In der Welt der Geschäftsprozessorganisation gibt es eine Vielzahl von Ansätzen, darunter Agile, Lean, Scrum, Training Within Industry (TWI), Six Sigma, REFA, MTM und wahrscheinlich noch viele weitere, weniger bekannte wie die Theory of Constraints (TOC). Es gibt mittlerweile jedoch ein erhebliches Problem!
Rund um diese Ansätze haben sich unterschiedliche Communities gebildet, meist handelt es sich hier um Anbietern von Produkten und Dienstleistungen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Organisationen dabei zu helfen, effizienter und erfolgreicher zu arbeiten.
Ich beobachte seit geraumer Zeit zunehmend, dass sich die Communities inhaltlich nicht mehr klar voneinander abgrenzen. Das muss zwar nicht grundsätzlich negativ sein, aber für Entscheider wird es dadurch immer schwieriger, die jeweiligen Potenziale der einzelnen Ansätze zu erkennen. Zusätzlich sehe ich ein wachsendes Problem in der Verwendung fragwürdiger und verwirrender Begriffe, die oft wenig Substanz haben. Diese Entwicklung halte ich für unseriös und kontraproduktiv.
Vor diesem Hintergrund treffen sich inregelmäßigen Abständen die Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Communities zu einem Round Table der Communities.
Der Anlass hierfür war ein Post von Jan Fischbach auf LinkedIn. Jan Fischbach, den ich in der Scrum-Community verorte und sehr schätze, erwähnte in einem Beitrag zur Programmgestaltung des ScrumDay 2025, dass im Rahmen eines Workshops ein „TWI-inspiriertes Programm“ gegründet werden solle. Weiter hieß es: „In interaktiven Workshops beschäftigen wir uns damit, welchen Anteil Lean- und Agile-Praktiker an der Gründung eines neuen TWI-inspirierten Programms haben können und wie es der deutschen Wirtschaft helfen kann.“ Auch ein anschließendes Telefonat mit Jan Fischbach brachte für mich keine Klärung.
Diese Neuerfindungen und Vermischung der Ansätze halte ich für problematisch, ja sogar für unseriös. Es ergibt wenig Sinn, bewährte Ansätze neu zu erfinden – insbesondere dann nicht, wenn diese in den Organisationen noch nicht einmal vollständig implementiert oder verstanden sind. Schlimmer noch: Ich glaube, dass diese Praxis das Vertrauen in die jeweiligen Communities untergräbt und deren Glaubwürdigkeit schadet. Langfristig schadet dies auch den seriösen Vertretern der verschiedenen Ansätze.
Mit dem Round Table der Communities möchte ich einen ersten Schritt in Richtung mehr Transparenz und Klarheit machen. Ziel ist es, herauszuarbeiten, was die jeweiligen Ansätze vereint und was ihre Unterschiede sind. Diese Abgrenzung ist aus meiner Sicht notwendig, damit Entscheider besser verstehen, welche Ansätze für ihre Organisation gute Lösungen bietet. Ich hoffe, dass durch diese Initiative mehr Klarheit und weniger Verwirrung entsteht.
Dieser Round Table soll kein einmaliges Ereignis bleiben. Vielleicht entwickelt sich daraus sogar ein gemeinsames Positionspapier oder eine übergreifende Vereinigung mit dem Ziel, mehr Transparenz und weniger Fachjargon zu fördern.
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