Fabrikreorganisation – Flexibilität als Antwort auf die VUCA-Welt

Fabrikreorganisation – Flexibilität als Antwort auf die VUCA-Welt

Volatility, Uncertainty, Complexity & Ambiguity charakterisieren das unternehmerische Umfeld von heute. Antworten darauf liefern flexible und agile Reaktionsmechanismen. Strategische Planungen in Zeitspannen von drei bis fünf Jahren dienen zwar weiterhin als Orientierung, müssen jedoch insbesondere im operativen Kontext schnell auf Veränderungen der Umstände adaptierbar sein.

#leanmagazin
am 11. 02. 2021 um 04:30 Uhr in LeanMagazin von Metroplan


Der Wertverfall im Zeitverlauf ist eine wirtschaftlich bekannte Rechengröße. Die Fabrik als Gebäude wird abgeschrieben, die darin enthaltenen Maschinen als Gegenstände des Anlagevermögens ebenfalls – aber wie erfolgt eigentlich die Bewertung der Entwicklung des Zusammenspiels aller Systemelemente, als sogenannte Fabrikeffizienz?

Ursachen von Wertschöpfungsverlusten einer Fabrik im Zeitverlauf:

  • veränderte Planungsprämissen
  • sich schnell ändernde Marktanforderungen
  • historisch gewachsene Strukturen

Wie gehen wir gemeinsam mit unseren Kunden diese Herausforderung an? Wie eine Fabrik als Gesamtsystem sinnvoll analysieren und neu ausrichten?

Unser Ansatz der systemischen Fabrikreorganisation verfolgt das Ziel, alle Gebäude und Funktionen hinsichtlich einer kostenoptimalen und strukturierten Flächenallokation sowie Dimensionierung einzubeziehen. Die produktionslogistischen Flüsse und die damit verbundenen Kosten stehen dabei im Vordergrund der Bewertung. Mit diesem Vorgehen konnten wir bei einer Vielzahl von Reorganisationsprojekten die operativen Kosten nachdrücklich reduzieren. Bei der Konzeptionierung von materialflussorientierten Fabriklayouts legen wir bereits in einer frühen Projektphase den Fokus auf die Realisierbarkeit in Bezug auf den Investitionsaufwand, die baurelevanten Restriktionen als auch zeitliche Rahmenbedingungen.

Anders als bei klassischen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung betrachten wir nicht eine Vielzahl von Einzeloptima, sondern die Fabrik als interdependentes System. Eine ganzheitliche Analyse unter Einbezug etwaiger Wechselbeziehungen bestimmt dabei unsere Vorgehensweise. Um ein optimales Ergebnis für die Fabrik zu erzielen, untergliedern in vier Ebenen:

  1. Analyse der Flächen- und Gebäudestruktur
  2. Konzeptionierung des optimalen Materialflusses
  3. Detaillierung der produktionslogistischen Prozesse
  4. Bewertung der operativen Kosten und der zukünftigen Leistungsfähigkeit

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