Digitale Arbeitsanweisung: Instruieren und qualifizieren auf dem Shopfloor

Digitale Arbeitsanweisung: Instruieren und qualifizieren auf dem Shopfloor

Auf Werkerebene sind Arbeitsanweisungen oft Standard und gelten in der Regel auch als Qualitätsmerkmal gerade bei variantenreichen Montageprozessen. So dienen sie nicht nur langjährigen Beschäftigten als Nachschlagewerk, sondern helfen dabei, neue Mitarbeiter schneller an das Tagesgeschäft heranzuführen. Im Zuge der Digitalisierung werden nun vermehrt digitale Technologien in klassische Handarbeitsplätze integriert. Gerade im Mittelstand lassen sich dadurch echte Wettbewerbsvorteile erzielen.

#leanmagazin
am 18. 05. 2021 um 04:30 Uhr in LeanMagazin von Robert Rothenberger


Wie schnell und kosteneffizient eine digitale Arbeitsanweisung mitunter eingeführt ist, und welche Effizienzgewinne daraus entwachsen können, dafür ist der Utility Film ein gutes Beispiel: Mit den digitalen Instruktionsvideos des Dettinger Herstellers memex lassen sich zeitsparend und äußerst effektiv Produktionsabläufe visuell nachvollziehbar vermitteln. Individualisierung und Variantenvielfalt wird durch die Darstellung von variantenspezifischen Montageschritten mit einzelnen kurzen Videoclips erreicht, die zur Laufzeit varianten-/ bzw. auftragsspezifisch aneinandergereiht werden.

Nicht nur technisch hat die memex GmbH diese Lösung etabliert, sie schult auch Unternehmen dabei, diese Filme in Eigenregie zu erstellen und in ihre jeweilige Umgebung zu integrieren. „Im Gegensatz zu einer klassischen Text/Bild-Anweisung ist ein Utility Film sehr schnell erstellt, deshalb ist diese Form der Arbeitsanweisung bei den Unternehmen aktuell sehr beliebt und auch wesentlich häufiger im Einsatz als komplementäre Lösungen“, erklärt Robert Rothenberger, Geschäftsführer bei memex.

„Wir machen die Digitalisierung für den Mittelstand praktikabel“

Gerade mittelständische Entscheider verhielten sich aber häufig skeptisch, da sie mit dem „Sprung ins Digitale“ oft hohe Projekt- und Einführungskosten verbinden würden. „Wir versprechen vom Erstkontakt über die Einführung eine schnelle und kosteneffiziente Realisation“, betont Robert Rothenberger. Der Erstellungs- und Einführungsaufwand sei weitaus geringer als bei anderen Systemen.  „Bei uns gibt es weder Zukunftsvisionen noch Endlosprojekte, sondern wir machen die Digitalisierung für den Mittelstand praktikabel. Was heute besprochen wird, kann morgen umgesetzt werden.

6 Fakten über die Digitale Arbeitsanweisung Utility Film, die jedem Industrieentscheider bekannt sein sollten:

Fakt Nummer 1: Sofort und eigenständig umsetzbar
Das Einlernen und Nachmachen neuer Tätigkeiten kostet Zeit. Mit Videoclips von vier Sekunden für jeden Schritt, können Mitarbeiter neue Vorgänge bereits beim ersten Mal eigenständig und fehlerfrei umsetzen. Der Utility-Film instruiert die Anwender direkt am Arbeitsplatz – ohne Text und Sprache. Der Werker ahmt den Vorgang nach, der ihm gezeigt wird und setzt die Handlung sofort um. Dadurch wird die Einarbeitung massiv verkürzt und Standards werden einheitlich vermittelt.

Indem der Utility-Film Anleitungen ohne Worte in bewegten Bildern liefert, macht er auch komplexere Arbeitsinhalte ohne Sprachbarrieren weltweit verfügbar. Dies verkürzt die Lernkurve und sichert Prozessstandards.

Fakt Nummer 2: Video-Instruktionen besitzen die höchste Akzeptanz
Den meisten Menschen fällt die Aufnahme visueller Informationen leichter. Denn die Wahrscheinlichkeit, Gesehenes direkt zu verstehen, steigt damit um ein vielfaches. Wie in vielen produzierenden Betrieben verfügen die eingesetzten Werker oft über ein heterogenes Qualifikations-Profil. Meist gibt es starke Differenzen im sprachlich-kommunikativen Bereich. Viele Werker mit oder ohne Migrationshintergrund haben Schwierigkeiten im Textverständnis sowie beim praktischen Umsetzen von Textinformationen. Gerade für mittelständische Unternehmen können sich daraus schwerwiegende Kosten- und Qualitätsprobleme ergeben. Gefordert ist deshalb eine Didaktik, die international verständlich und möglichst ohne Text und Sprache auskommt.

Das Bewegtbild in Form einer digitalen Arbeitsanweisung eignet sich hierfür am besten – allerdings nur, wenn sie  auch inhaltlich entsprechend aufgebaut ist. Der Utility Film ist daraufhin abgestimmt, Handlungswissen auf didaktisch einfache Art direkt zu vermitteln. Deshalb werden die Lösungen der memex GmbH häufig auch von global agierenden Unternehmen eingesetzt. Also überall dort, wo die Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter oft große Unterschiede aufweist und lange Einarbeitungszeiten oder zentrale Trainingsveranstaltungen am Hauptstandort schlicht zu kostenaufwendig wären.

Fakt Nummer 3: Auf allen Endgeräten sofort einsetzbar
Das Zusammenwachsen der realen mit der virtuellen Welt durch Cyber-Physical Systems (CPS) eröffnet der Industrie vielfältige neue Möglichkeiten für intelligente Produktionssysteme sowie für die Realisierung vernetzter Produktionen mit übergreifenden Logistik- und Wertschöpfungsketten. Auch im Privatleben haben sich Geräte und Anwendungen für die digitale Vernetzung schon längst etabliert. Ob Smartphone, Tablet, Maschinensteuerung, Projektor oder per Augmented Reality und Datenbrille: Die von der memex-Plattform bereitgestellten Inhalte funktionieren auf allen heutigen und zukünftigen Endgeräten und sorgen so für eine breite Akzeptanz sowohl bei den Anwendern im Shopfloor als auch bei den IT-Verantwortlichen.

Fakt Nummer 4: Bereitstellung abhängig vom Vorwissen
Hat ein Mitarbeiter einen Vorgang zuletzt vor längerer Zeit ausgeführt und wurden seitdem Änderungen am Prozess vorgenommen, informiert die memex-Plattform den Mitarbeiter über die neuen Arbeitsinhalte.

Mit dem Utility Film bietet memex den Mitarbeitern auf dem Shopfloor nicht nur eine digitale Arbeitsanweisung für die täglichen Montagearbeiten als Instruktion, sondern darüber hinaus auch eine begleitende Qualifizierungs- und Wissensplattform. Das heißt, wenn ein Mitarbeiter an seinem ersten Tag in die Firma kommt, erhält er auf der memex-Plattform das Wissen bereitgestellt, das er benötigt, um seine spezifischen Aufgaben komfortabel erfüllen zu können. Die digitalen Arbeitsanweisungen begleiten den Mitarbeiter somit von der instruktiven Einarbeitung des ersten Tages an bis hin zu allen zukünftigen Tätigkeitsfeldern. So kann der Mitarbeiter weitere Kenntnisse hinzu lernen und seine Qualifikationen sukzessive ausweiten.

Fakt Nummer 5: Immer automatisch passend – zu jedem Auftrag
Egal was der Auftrag verlangt – das erforderliche Handlungswissen wird dem Werker von der memex Plattform direkt bereitgestellt.

So beruht die Lösungsqualität im Wesentlichen auf drei Säulen: Dokumentieren, Instruieren, Qualifizieren. Dokumentieren bedeutet, dass die memex-Plattform das Wissen auf Shopfloor-Ebene sichert. „Instruieren“ heißt, dass der Mitarbeiter mit einer fundierten Arbeitsanweisung ausgestattet wird, mit der er etwas beim ersten Mal erfolgreich und fehlerfrei umzusetzen kann. Und „Qualifizieren“ heißt bei memex: Der Mitarbeiter übt mit seiner Anleitung mehrfach, bis zu dem Punkt, an dem er selbständig ohne digitale Werkerführung den Prozess durchführen kann.

Fakt Nummer 6: Digitale Arbeitsanweisungen sind mit RIVA schneller erstellt als jede andere Anweisung
Durch den speziellen memex Workflow, in Kombination mit der Erstellungs-App RIVA sparen Unternehmen viel Zeit und Projektkosten und fördern gleichzeitig die Mitarbeiterqualifizierung.

Die Clips für die Arbeitsschritte werden erstellt, indem ein Vorgang zunächst einmal gezeigt wird. Die Software von memex erstellt dann daraus automatisch ein interaktives Video. Auch Markierungen und Hinweise lassen sich komfortabel in das Bildmaterial einfügen. So benötigt die Erstellung eines Utility Films nicht länger als zweimal den Vorgang durchzuführen.

Der RIVA Webplayer ermöglicht dabei die personalisierte Präsentation von Arbeitsanweisungen für jeden Auftrag und für jeden Standort. Während auf der memex-Plattform bestehende und neue Arten von Arbeitsanweisungen digital dokumentiert und verwaltet werden.


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