Lean und nachhaltig produzieren - wie können wir den Flächenverbrauch halbieren?

Viele Unternehmen versuchen aktuell ihre Produktion nachhaltiger zu gestalten. Allein wenn wir die zeitlichen Ursprünge der Lean Philosophie in Betracht ziehen, ist dieses Thema eher nicht im Kern des Lean Denkens verankert. Dies bedeutet, dass wir unsere etablierten, aber eben mehrere Jahrzehnte alten Lean Instrumente erweitern müssen.

Ein Ansatz zur Steigerung der Nachhaltigkeit ist die Reduzierung des Flächenverbrauchs. Eine Flächeneinsparung korreliert stark positiv sowohl mit ökonomischen, ökologischen als auch sozialen Aspekten, wie das Team um Prof. Dr. Schneider wissenschaftlich nachgewiesen hat.

Weiterhin ergibt sich aus einem EU-Gesetz, dass wir unseren Flächenneuverbrauch bis 2030 mehr als halbieren müssen. Any ideas? Aktuelle Kennzahlen zur Messung der Nachhaltigkeit (bspw. Life Cycle Sustainability Assessment oder Treibhausgas Emissionen in CO2-Äquivalenten) erfordern erheblichen Erstellungsaufwand und sind nur zur Steuerung auf Jahres- oder Quartalsbasis geeignet. Benötigt wird eine einfach zu erfassende, verständliche Kennzahl zur operativen Steuerung. Hierzu schlägt Prof. Dr. Schneider vor, den Flächenverbrauch als achte Verschwendungsart einzuführen (TAIMWOOD – area consumption).

Aktuelle Kennzahlen zur Messung der Nachhaltigkeit (bspw. Life Cycle Sustainability Assessment oder Treibhausgas Emissionen in CO2-Äquivalenten) erfordern erheblichen Erstellungsaufwand und sind nur zur Steuerung auf Jahres- oder Quartalsbasis geeignet.

Benötigt wird eine einfach zu erfassende, verständliche Kennzahl zur operativen Steuerung. Hierzu schlägt Prof. Dr. Schneider vor, den Flächenverbrauch als achte Verschwendungsart einzuführen (TAIMWOOD – area consumption).

Ganz im Sinne des „Sehen lernens“ führt er uns mit einigen Praxisbeispielen vor Augen, wie flächenintensiv wir heute Produktion und Logistik gestalten. Prof. Dr. Schneider ist Leiter des Technologiezentrum TZ PULS und ein ausgewiesener Experte für die Gestaltung von Produktionssystemen. Mit dem von ihm entwickelten Konzept „Z-Production“ zeigt er aber auch einen Ausweg durch eine gezielte Weiterentwicklung der Lean Prinzipien. Das neuartige ist, dass wir in den Layern wertschöpfende von nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten trennen, letztere automatisieren und nach oben oder unten, also in der Z-Achse, verschieben. Dies resultiert in Flächeneinsparungen von 40-60 %.

Lassen Sie uns gemeinsam unsere Produktion ein Stück ökologischer machen!

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Prof. Dr. Markus Schneider
Leiter TZ PULS
Technologiezentrum Produktions- und Logistiksysteme der HAW Landshut
LeanSimulation
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Veränderungen in Geschäftsprozessen scheitern oft weniger an dem Verständnis von Prozessen oder der Akzeptanz der technischen Abläufe, als an den Menschen, die sich nicht mitgenommen fühlen, bzw. deren Wissen und Erfahrungen nicht in die Prozesse einfließen können.