
Vortrag beim LATC2026: Positive Leadership – wenn Glücksforschung auf Führung trifft
Im Vorfeld des LeanAroundTheClock (LATC) 2026, das vom 11. bis 13. März 2026 in Mannheim stattfindet, spricht Markus Ebner im Interview mit Dr. Alexander Ruderisch über seinen Vortrag „Positive Leadership – wenn Glücksforschung auf Führung trifft“. Darin gibt er Einblicke in einen Führungsansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Glücksforschung mit den realen Herausforderungen moderner Organisationen verbindet.
Markus Ebner ist Wirtschafts- und Organisationspsychologe an der Universität Wien und seit über 25 Jahren sowohl in der Forschung als auch in der Beratung, im Coaching und in der Führungskräfteentwicklung tätig. Im Interview betont er, dass es ihm vor allem darum geht, fundierte Wissenschaft in konkrete, wirksame Führungspraxis zu übersetzen – ein zentraler Gedanke seines Vortrags beim LATC2026.
Führung zwischen Kontrolle und Vertrauen
Im Gespräch macht Ebner deutlich, dass viele Organisationen noch stark von kontroll- und anweisungsorientierten Führungsstilen geprägt sind. Solche Kulturen reproduzieren sich selbst und lassen sich nicht kurzfristig verändern. Wenn neue Führungsansätze scheitern, liegt das oft nicht am Ansatz selbst, sondern daran, dass Kulturwandel Zeit braucht.
Gleichzeitig zeigt die Forschung laut Ebner sehr klar, dass Organisationen mit modernen, mitarbeiterorientierten Führungsstilen erfolgreicher sind – sowohl wirtschaftlich als auch in Bezug auf Krankenstände, Fluktuation und Arbeitgeberattraktivität. Gerade in einem angespannten Arbeitsmarkt ist dies ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Positive Leadership und das PERMA-LEAD-Modell
Im Mittelpunkt des Interviews steht das von Ebner entwickelte PERMA-LEAD-Modell, das auf dem PERMA-Modell der Positiven Psychologie basiert. Es beschreibt fünf zentrale Elemente wirksamer Führung:
- Positive Emotionen: Führungskräfte beeinflussen gezielt, ob Arbeit Energie gibt oder nimmt.
- Engagement: Mitarbeitende erhalten echte Gestaltungs- und Beteiligungsspielräume.
- Relationships: Zugehörigkeit und tragfähige Beziehungen im Team werden gefördert.
- Meaning (Sinn): Mitarbeitende verstehen das „Warum“ hinter Aufgaben und Entscheidungen.
- Accomplishment: Erfolge werden sichtbar gemacht und anerkannt.
Ebner erläutert im Interview, dass diese Faktoren keineswegs „weich“ sind: Zahlreiche Studien belegen deutliche Zusammenhänge mit harten Kennzahlen wie Produktivität, Umsatz, Krankenstandstagen und sogar dem Kaufverhalten von Kundinnen und Kunden.
Wirkung auf Mitarbeitende, Führungskräfte und Organisationen
Positive Leadership wirkt laut Ebner zunächst auf die Mitarbeitenden – und entfaltet von dort aus weitere Effekte. Teams erleben eine deutlich geringere Burnout-Gefährdung, weniger Fehlzeiten und höhere Motivation. Gleichzeitig profitieren auch Führungskräfte selbst durch geringere Stressbelastung bei gleichbleibender Verantwortung.
Leadership ist mehr als Management
Ein weiterer zentraler Punkt des Interviews ist die klare Unterscheidung zwischen Management und Leadership. Während Management für Struktur, Prozesse und Kontrolle sorgt, richtet Leadership den Fokus auf den Menschen. Ebner betont, dass nachhaltiger Organisationserfolg nur dann entsteht, wenn beide Aspekte zusammenspielen und Mitarbeitende Sinn, Anerkennung und Beteiligung erleben.
Für wen ist der Vortrag beim LATC2026 besonders relevant?
Im Interview macht Ebner deutlich, dass sich sein Vortrag nicht nur an klassische Führungskräfte richtet, sondern auch an Projektleitende, lateral Führende sowie an Menschen, die an ihrer Selbstführung arbeiten möchten. Da das Modell aus der Glücksforschung stammt, bietet der Vortrag zudem Impulse für persönliches Wachstum und Lebenszufriedenheit.
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