Fünf von zehn – eine Einordnung zum LATC

Fünf von zehn – eine Einordnung zum LATC

Kürzlich stellte Alexander Ruderisch bei uns im kleinen Kreis eine scheinbar einfache Frage: „Nenne mir die zehn wichtigsten noch lebenden Persönlichkeiten im Umfeld von Lean und dem Toyota Production System.

#leanmagazin
17. Februar 2026 um 04:30 Uhr in LeanMagazin
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Die Antworten kamen schnell und mit bemerkenswerter Übereinstimmung: James P. Womack, Daniel Jones, Jeffrey Liker, John Shook, Mike Rother, Art Smalley, Mark Graban, Michael Ballé, Niklas Modig, Bob Emiliani. Zehn Persönlichkeiten, die das Lean-Denken außerhalb Japans über Jahrzehnte geprägt haben – nicht als Methodensammlung, sondern als Management-, Führungs- und Lernsystem.

Interessant wurde diese Liste erst mit einer zweiten Frage: Wo kommen diese Menschen in Europa tatsächlich zusammen?

Ein nüchterner Blick auf das LeanAroundTheClock (LATC) zeigt: Jeffrey Liker, Autor von The Toyota Way und einer der prägendsten Interpreten des Toyota Production Systems im Westen, war bereits 2025 beim LATC vertreten. Ebenfalls 2025 war Mike Rother Teil des Formats.

Für 2026 sind Rother erneut sowie James P. Womack, Bob Emiliani und Niklas Modig angekündigt.

Damit waren oder sind fünf der zehn international prägenden noch lebenden Persönlichkeiten im Lean- und TPS-Umfeld bei einem einzigen europäischen Veranstaltungsformat präsent.

Diese Feststellung soll keine Marketingbotschaft sein. Sie sagt nichts über Größe, Reichweite oder Besucherzahlen. Sie folgt auch keiner klassischen Eventlogik. Die genannten Personen gelten nicht als regelmäßige Konferenzreisende. Sie treten nach unseren Informationen selten dort auf, wo Lean auf Werkzeuge, Reifegradmodelle oder Zertifikate reduziert wird. Ihre Präsenz wird im Lean-Umfeld vielmehr als Hinweis verstanden, dass ein Ort als ernsthafter Denkraum wahrgenommen wird – einer, in der Vereinfachung keinen Applaus erhält und Diskussion ausdrücklich erwünscht ist.

Dass Mike Rother nach 2025 auch 2026 erneut beim LATC dabei ist, verstehen wir als stilles Feedback: Der Ort rechtfertigt Zeit, Aufmerksamkeit und inhaltliche Auseinandersetzung. In einem Feld, das zunehmend zur Vereinfachung neigt, ist das keine Selbstverständlichkeit.

Was sich daraus ableiten lässt, braucht keine Überhöhung. Wir würden nicht behaupten, das LATC sei das wichtigste Lean-Event Europas. Festhalten lässt sich jedoch etwas Konkretes: Nach allem, was derzeit überblickt werden kann, ist das LeanAroundTheClock bislang das einzige bekannte europäische Format, dem es gelungen ist, fünf der zehn weltweit prägenden noch lebenden Persönlichkeiten des Lean- und TPS-Denkens als aktive Mitwirkende zu gewinnen. Darauf sind wir auch ein wenig Stolz!

Wir verstehen das als Signal – nicht laut, nicht werblich, sondern inhaltlich eindeutig. Und als Verpflichtung, diesen Denkraum auch in den kommenden Jahren zu bewahren.

Wichtig ist uns den vielen Menschen wie Angela Fuhr, Alexander Ruderisch und Götz Müller die meist im Hintergrund all dies in den vergangenen Jahren ermöglicht haben und selbstverständlich auch das Team von Jan Goschmann, Frank Schäfer und viele andere.



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