
Fünf von zehn – eine Einordnung zum LATC
Kürzlich stellte Alexander Ruderisch bei uns im kleinen Kreis eine scheinbar einfache Frage: „Nenne mir die zehn wichtigsten noch lebenden Persönlichkeiten im Umfeld von Lean und dem Toyota Production System.“
Die Antworten kamen schnell und mit bemerkenswerter Übereinstimmung: James P. Womack, Daniel Jones, Jeffrey Liker, John Shook, Mike Rother, Art Smalley, Mark Graban, Michael Ballé, Niklas Modig, Bob Emiliani. Zehn Persönlichkeiten, die das Lean-Denken außerhalb Japans über Jahrzehnte geprägt haben – nicht als Methodensammlung, sondern als Management-, Führungs- und Lernsystem.
Interessant wurde diese Liste erst mit einer zweiten Frage: Wo kommen diese Menschen in Europa tatsächlich zusammen?
Ein nüchterner Blick auf das LeanAroundTheClock (LATC) zeigt: Jeffrey Liker, Autor von The Toyota Way und einer der prägendsten Interpreten des Toyota Production Systems im Westen, war bereits 2025 beim LATC vertreten. Ebenfalls 2025 war Mike Rother Teil des Formats.
Für 2026 sind Rother erneut sowie James P. Womack, Bob Emiliani und Niklas Modig angekündigt.
Damit waren oder sind fünf der zehn international prägenden noch lebenden Persönlichkeiten im Lean- und TPS-Umfeld bei einem einzigen europäischen Veranstaltungsformat präsent.
Diese Feststellung soll keine Marketingbotschaft sein. Sie sagt nichts über Größe, Reichweite oder Besucherzahlen. Sie folgt auch keiner klassischen Eventlogik. Die genannten Personen gelten nicht als regelmäßige Konferenzreisende. Sie treten nach unseren Informationen selten dort auf, wo Lean auf Werkzeuge, Reifegradmodelle oder Zertifikate reduziert wird. Ihre Präsenz wird im Lean-Umfeld vielmehr als Hinweis verstanden, dass ein Ort als ernsthafter Denkraum wahrgenommen wird – einer, in der Vereinfachung keinen Applaus erhält und Diskussion ausdrücklich erwünscht ist.
Dass Mike Rother nach 2025 auch 2026 erneut beim LATC dabei ist, verstehen wir als stilles Feedback: Der Ort rechtfertigt Zeit, Aufmerksamkeit und inhaltliche Auseinandersetzung. In einem Feld, das zunehmend zur Vereinfachung neigt, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Was sich daraus ableiten lässt, braucht keine Überhöhung. Wir würden nicht behaupten, das LATC sei das wichtigste Lean-Event Europas. Festhalten lässt sich jedoch etwas Konkretes: Nach allem, was derzeit überblickt werden kann, ist das LeanAroundTheClock bislang das einzige bekannte europäische Format, dem es gelungen ist, fünf der zehn weltweit prägenden noch lebenden Persönlichkeiten des Lean- und TPS-Denkens als aktive Mitwirkende zu gewinnen. Darauf sind wir auch ein wenig Stolz!
Wir verstehen das als Signal – nicht laut, nicht werblich, sondern inhaltlich eindeutig. Und als Verpflichtung, diesen Denkraum auch in den kommenden Jahren zu bewahren.
Wichtig ist uns den vielen Menschen wie Angela Fuhr, Alexander Ruderisch und Götz Müller die meist im Hintergrund all dies in den vergangenen Jahren ermöglicht haben und selbstverständlich auch das Team von Jan Goschmann, Frank Schäfer und viele andere.
Weitere Inhalte
Kennst Du schon LeanHospital?
-
Robuste Unternehmen oder Handelskriege
-
Blicke in die Zukunft
-
Demokratische Dispute oder populistische Hetze
Weitere Inhalte auf LeanPublishing

LEAN wirkt – oder es bleibt ein Schauspiel
„Fabrik des Jahres gewinnst du nicht mit einem Strohfeuer. Wer diesen Preis holt, hat über Jahre hinweg Wirkung gezeigt – quantitativ und qualitativ.“, sagt Jörg Cwojdzinski

Lean ohne lernende Organisation bleibt Stückwerk
„Viele Unternehmen investieren ins Können und sogar ins Wollen – aber beim Dürfen hakt es. Lean scheitert oft nicht an Methoden, sondern daran, dass Menschen ihre Verantwortung nicht wirklich …

LeanWeekly Ausgabe #19 - mit Dr. Alexander Ruderisch
Zu Gast in der 19. Ausgabe von LeanWeekly war Dr. Alexander Ruderisch, Technischer Direktor bei der AGROLAB GROUP. Neben der Frage was die Aufgaben eines Technischen Direktors sind, ging es …

Warum eine klare Vision der Schlüssel zum Erfolg in der schwächelnden Wirtschaft ist
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist momentan sehr schlecht. In den letzten Wochen habe ich in Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen sowie Vertreterinnen und Vertretern von …






Kommentare
Bisher hat niemand einen Kommentar hinterlassen.
Kommentar schreiben
Melde Dich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.
Teilen