Plötzlich Klarheit: Wie ein Workshop eine unsichtbare Zeitfalle sichtbar machte

Plötzlich Klarheit: Wie ein Workshop eine unsichtbare Zeitfalle sichtbar machte

Wie ein einziger Workshop eine jahrelange Zeitverschwendung sichtbar machte:


In diesem Erfahrungsbericht zeigt sich, was entsteht, wenn Menschen gemeinsam hinschauen – strukturiert, offen und faktenbasiert. Ein interner Prozess, lange als „nervig, aber halt notwendig“ abgetan, entpuppt sich als massive Zeitfalle. Erst durch das gemeinsame Mapping und die automatisierten Berechnungen mit kyro-Software wurde das Ausmass greifbar – und der Weg zur Verbesserung klar. Ein Beitrag über Klarheit, Zusammenarbeit und die Kraft sauberer Analyse.

14. Juli 2025 um 04:30 Uhr von Lara Ferrari
  • 4


Ein Prozess, der allen auf die Nerven geht. Vier Leute im Workshop. Und am Ende die Erkenntnis: 3,5 Monate Arbeitszeit – jedes Jahr – für nichts.

So geschehen in einem Unternehmen, das sich Ende letzten Jahres auf den Weg gemacht hat, einen internen Supportprozess zu analysieren. Der Ablauf war bekannt, die Ineffizienz spürbar – aber das Ausmass? Niemand hatte es schwarz auf weiss.

Bis zu diesem Workshop.

Der entscheidende Unterschied: Hinschauen statt Hinhören

Viele Unternehmen kennen dieses Muster: Ein Prozess stört, kostet Nerven, wird aber hingenommen, weil es „halt so läuft“. Verbesserungsvorschläge gibt es viele – doch selten führen sie zu echten Veränderungen. Warum? Weil niemand die Zeit findet, strukturiert hinzusehen. Oder weil es schlicht an einer gemeinsamen, fundierten Basis fehlt.

In diesem Fall war es anders. Vier Mitarbeitende aus dem Third Level Support trafen sich zu einem halbtägigen Prozessoptimierungs-Workshop – gemeinsam mit einer internen Moderatorin. Kein Beraterzirkus, keine grosse Bühne. Einfach ein Raum, Zeit und der Wille, die Dinge ernsthaft anzuschauen.

Struktur schafft Erkenntnis

Der Workshop folgte einem klassischen Lean-Vorgehen: Value Stream Mapping. Alle Beteiligten brachten ihr Wissen ein. Schritt für Schritt wurde der Prozess visualisiert, sämtliche Aktivitäten, Volumina und Zeiten festgehalten. Diskussionen entstanden, Perspektiven prallten aufeinander – genau wie es sein muss.

Ein entscheidender Moment: Als alle dachten, „viel schlimmer wird’s wohl nicht“, wurden die wertschöpfenden und nicht-wertschöpfenden Anteile eingetragen. Schwarz auf weiss. Und dann kam das grosse Aha.

Die Plattform kyro-Software, die begleitend genutzt wurde, machte es möglich: Alle Daten waren im System – und das Tool berechnete automatisch die Gesamtauswirkungen. Kein Excel, kein Rechnen, kein Schätzen. Die Wahrheit lag auf dem Tisch.

Und sie war deutlich: Der Prozess verschwendete pro Jahr rund 3,5 Monate Arbeitszeit – eine volle Ressource, gebunden an manuelle Übertragungen und nicht-wertschöpfende Aufgaben.

Die Ursache: Systembruch statt Kompetenzmangel

Die Analyse zeigte schnell, woran es lag. Zwei Systeme kommunizierten nicht miteinander. Also mussten die Mitarbeitenden Daten manuell übertragen – täglich, mehrfach. Eine Regel aus der Vergangenheit, nie hinterfragt, sorgte dafür, dass Stunden um Stunden verloren gingen. Nicht durch Unvermögen. Sondern durch ein System, das nie sauber angeschaut wurde.

Ein Teilnehmer sagte im Workshop:
„Ich verliere jedes Jahr fast vier Monate – für einen Prozess, der völlig unnötig ist. Wahnsinn.“

Klarheit schafft Handlung

Was vorher ein subjektives Gefühl war („das kostet viel Zeit“), wurde im Workshop zu einer objektiven Zahl. Und damit zu einem Argument. Die Ergebnisse wurden direkt dem Vorgesetzten präsentiert – Zahlen, die überzeugten.

Die Reaktion: „Wir müssen sofort handeln.“

Gesagt, getan. Noch im Workshop wurden erste Massnahmen definiert, priorisiert und im System dokumentiert. Die Umsetzung übernahm der zuständige Change Agent, ebenfalls mit kyro-Software. Das integrierte Benefit Tracking bestätigte später, dass die Einsparungen real waren – und messbar.

Fazit: Es braucht kein Wunder. Nur Zeit, Struktur – und ein System, das rechnet

Dieser Fall zeigt, was oft übersehen wird: Prozessoptimierung beginnt nicht mit einem Tool – sondern mit dem Willen, gemeinsam hinzuschauen.

Tools wie die kyro-Software helfen. Sie beschleunigen Erkenntnis, visualisieren Zusammenhänge, rechnen sauber. Aber sie ersetzen nicht das Wesentliche: Ein gemeinsames Bild, eine klare Struktur – und den Mut, Konsequenzen zu ziehen.

In einer Welt voller Buzzwords und Aktionismus war dieser Workshop ein Gegenbeispiel: konzentriert, faktenbasiert, wirksam. Und genau deshalb so wertvoll.

 
Neugierig, wie sich Prozesse ohne Excel-Zirkus analysieren lassen?

kyro - die Plattform für Optimierungsexperten



Kommentare

Bisher hat niemand einen Kommentar hinterlassen.

Kommentar schreiben

Melde Dich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.

Teilen

Weitere Inhalte

THIS IS LEAN
THIS IS LEAN

Treffe den Bestsellerautor Niklas Modig auf dem LATC2026 in Mannheim