
Demographie, Risiken, Chancen, Geschäftsprozesse
Glaubt man den Zahlen der Deutschen Rentenversicherung, so [...] werden voraussichtlich in den nächsten zehn Jahren 7,3 Millionen Menschen in Deutschland mit Renteneintritt aus dem Arbeitsleben ausscheiden. [...]. Das ist ca. ein Viertel der aktuellen Erwerbsbevölkerung.
Die Frage lautet also: Mit welchen Prozessen wollen wir in Zukunft bestehen?

Das gleiche Problem tritt aber auch in wahrscheinlich allen anderen Branchen auf. Allüberall, wo man nur hinschaut, weniger Mitarbeiter - und das Arbeitsvolumen wird nicht sinken, alleine schon dadurch, daß die Themen Silverager, Gesundheit, Pflege und Altersversorgung immer mehr ans Bedeutung gewinnen.
Damit droht schon heute für jede Organisation, sei sie nun eine Profit- oder Verwaltungsorganisation, die ihr Tun und Handeln in Geschäftsprozessen denken muss, daß Geschäfts-, Management- und Unterstützungsprozesse schlichtweg nicht mehr bearbeitet werden können. Es wird Arbeit wird liegen bleiben, sie wird schlichtweg nicht oder nur in minderer Qualität erledigt werden können.
Die Frage ist nur: Welche dieser Prozesse lassen wir schleifen? Und was passiert, wenn wir uns dazu keine Gedanken machen?
Meine Thesen:
- Firmen müssen sich heute Gedanken machen, welche Prozesse sie auf keinen Fall vernachlässigen dürfen. Dazu gehören die Kernprozesse einer jeder Unternehmung sowie die Prozesse, die nachhaltig Rendite versprechen.
- Es bedarf einer Geschäftsprozessanalyse, um diese Prozesse herauszufiltern. In diesem Zusammenhang müssen die Prozesse erkannt werden, auf die verzichtet werden kann und die Prozesse, die heute suboptimal organisiert, aber wichtig, sind, so verändert werden, daß sie wirkungsvoll das Unternehmen unterstützen.
- Wer sich nicht diesen Fragen stellt, wer eh-da-Prozesse nicht hinterfragt, wer nicht seine #Firmokratie abbaut, wer Business-Rituale (Meetings, Berichte, etc.) nicht konsequent zusammenstreicht, wird in 10 Jahren existenzielle Probleme haben, da die Arbeitskraft schlichtweg auf unproduktive Themen allokiert.
Wie heißt es noch einmal? Die nächste Krise kommt bestimmt.
Sie und ich entscheiden jedoch, ob diese hausgemacht oder fremdverursacht ist.
Bildquelle: Statista GmbH
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