LeanAroundTheClock geht in Runde 4

LeanAroundTheClock geht in Runde 4

Das größte, deutschsprachige Event in Sachen Lean, Kaizen, KVP, Agil & Co. geht im kommenden März in die 4. Runde.
Wir sprachen mit Ralf Volkmer über das am 21. + 22. März 2019 anstehende und wohl größte Klasse(n)treffen der deutschsprachigen LeanCommunity.

#leanmagazin
am 16. 07. 2018 um 09:28 Uhr in LeanMagazin von LKB


LKB: Ralf, beim dem diesjährigen LATC waren über 500 LeanFreaks aus Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz, Tschechien, Lichtenstein und Polen zu Gast. Im Jahr zuvor waren es rund 230 und beim ersten LATC im Jahre 2016 kamen 126 LeanInteressierte.
Mit wie vielen rechnet ihr für das LATC2019?

Ralf: Das vermag ich nicht abzuschätzen, schließlich waren wir insbesondere über die Anzahl von mehr als 500 Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer selbst überrascht. Es würde mich jedoch schon sehr freuen, wenn wir 500er Grenze wieder erreichen.

LKB: Das ist jetzt aber ziemlich tiefgestapelt, schließlich seid ihr im kommenden Jahr in einer (noch) größeren Halle auf dem Mannheimer Maimarktgelände als beim #LATC2018.

Ralf: Das ist richtig, doch das hat nichts damit zu tun, dass wir automatisch davon ausgehen, dass wir die Teilnehmeranzahl erneut verdoppeln. Wir wollten, was die Räumlichkeiten betrifft, einfach flexibler sein, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass wir beim #LATC2019 die inhaltlichen Beiträge etwas dezentralisieren wollen.

LKB: Dezentralisieren? Was meinst Du damit?

Ralf: Bei den vergangenen LATCs gab es eine Bühne, auf welcher sich das gesamte Programm abgespielt hat. Im kommenden Jahr wollen wir etwas Neues ausprobieren. Natürlich haben wir wieder eine Bühne, doch werden wir an beiden Tagen das Programm auf der Bühne für jeweils zwei Stunden unterbrechen und in je vier zeitglichen stattfindenden Themenboxen je ein ganz bestimmtes Thema vertiefen.

LKB: Zwei Stunden ein und dasselbe Thema ist recht lang. Geht dabei nicht der besondere Geist des LATC – also der Vielfältigkeit – verloren?

Ralf: Das möchte ich nicht hoffen! Doch wissen tue ich es natürlich nicht. Wir sind ja dafür bekannt, dass wir uns ständig etwas Neues einfallen lassen und uns ausprobieren. Zum Glück lässt sich die Community immer wieder darauf ein, auch wenn sie nicht immer damit einverstanden ist (lacht).
Was die Themenboxen betrifft, so ist es ja keine Verpflichtung an diesen teilzunehmen und außerdem kann man zwischen den Themenboxen wechseln. Thematisch werden natürlich in den vier parallel stattfindenden Themenboxen unterschiedliche Themen behandelt – und eben vertiefend dargestellt.

LKB: Dann mal raus damit! Was genau passiert inhaltlich in diesen Themenboxen?

Ralf: Zum einen geht es um Shopfloor Management und dies sowohl am ersten als auch am zweiten Tag. Und ohne dies jetzt zu vertiefen, wird es um Industrie 4.0 im Mittelstand gehen und zudem wird das LeanTeam der ISEKI-Maschinen GmbH über ihre Reise berichten. Ein besonderes HighLight wird die Vorstellung von insgesamt 12 Startups sein. Jedes der anwesenden StartUps wird in einem Pitch von rund 10 Minuten vorstellen, was sie im Bereich von Augmented Reality, Robotics, Wearables, über Big Data Analytics und künstlicher Intelligenz bis hin zu Preventive Maintenance oder 3D-Druck zu bieten haben. Zudem geht es in einer weiteren Themenbox um die Frage, wie zwischen der „alten“ Welt und der „neuen“ Welt Brücken gebaut werden können. Bei genauer Betrachtung scheint es nämlich kein Maß zu geben zwischen den „NewWork- & Unternehmensdemokratie-Kriegern“ und den „Lean-Kämpfern“ – niemand scheint in Sicht zu sein, der die beiden Lager vereint. Mit den priomys glauben wir hier die Richtigen gefunden zu haben, die inhaltlich diese Themenbox ausgestalten können.

LKB: Ganz grundsätzlich habt ihr ja das Programm verkürzt – in den vergangenen Jahren begann der letzte Slot auf der Bühne gegen 22:00 Uhr. Im kommenden Jahr beginnt der letzte Slot am ersten Tag bereits um 19:30 Uhr. Hat sich LeanAroundTheClock – schließlich war der Name bei Euch ja auch Programm – überlebt?

Ralf: Der erste Slot am zweiten Tag beginnt wie immer um 06:30 Uhr (lacht)! Nein, natürlich nicht! Wir wollen einfach noch mehr den Networking-Charakter hervorheben. Und „AroundTheClock“ hat ja nicht per se etwas mit dem Programm auf der Bühne oder in den Themenboxen zu tun. Uns geht es – wie auch schon bei den vergangenen LATCs – darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich Menschen unabhängig ihrer hierarchischen Herkunft austauschen können, bei allem Ernst der jeweiligen Themen auch Spaß haben und einfach beisammen sein können. Das ist, was wir bieten wollen, nicht mehr und auch nicht weniger – da ist dann auch die Anzahl der Teilnehmenden eher zweitrangig, um nochmals auf die Eingangsfrage zurückzukommen. Ich persönlich glaube, um den Geist des LATCs aufrechtzuerhalten, darf das LATC nicht zu einem Massenevent verkommen.

LKB: Allerdings habt ihr nahezu doppelt so viele Aussteller wie in diesem Jahr und die wollen doch ganz sicher recht viele Kontakte, oder?

Ralf: Das ist richtig, also was die Verdopplung der potentiellen Aussteller betrifft. Aktuell haben rund 30 Organisationen bei uns einen Stand gebucht. Ob diese jedoch ausschließlich bei uns sind, um Leeds zu generieren, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube diese Organisationen wollen einfach auch Teil dieses besonderen „Klassentreffens“ sein und dabei ihre Dienstleistungen und Produkte präsentieren. Allen ist bewusst, dass es sich bei LeanAroundTheClock nicht um eine Messe oder um einen Kongress handelt, bei welchem man beispielsweise im Foyer sein Unternehmen präsentiert. Neulich sagte mir ein Geschäftsführer, welcher auch im kommenden Jahr beim LATC wieder mit einem Stand dabei ist: „Wir haben noch nie so viele persönliche Kontakte auf einer vergleichbaren Veranstaltung knüpfen können wie bei Euch.“ Auf meine Nachfrage, was er mit „persönlich“ meinte, antwortete er: „Die Offenheit, mit welcher uns die Menschen an unserem Stand begegnet sind, ist einzigartig – keine abgehobenen Besserwisser. Wir haben sogar mit einem Wettbewerber auf dem LATC eine Kooperation vereinbart und nunmehr vollzogen.“ Das hat mich und alle bei uns, die ein Jahr lang an der Vorbereitung des LATC arbeiten, natürlich sehr gefreut und uns insofern bestätigt, dass wir den Raum und die entsprechende Atmosphäre schaffen müssen, das ist unser Job!

LKB: Kommen wir zurück zu den Inhalten und zu dem Programm auf der „Hauptbühne“, wie ihr die Bühne in diesem Jahr nennt. Auf was können sich die Besucher dort einstellen?

Ralf: Genau Hauptbühne mit einem Catwalk …

LKB: Catwalk?

Ralf: Ja genau Catwalk – immer wieder etwas Neues (lacht herzlich). Also den Catwalk haben wir uns deshalb einfallen lassen, damit alle, die auf der Bühne sind, nicht steif an einem Ort stehen und etwas mehr Bewegungsfreiheit haben. Ob das angenommen, wissen wir nicht – aber ein Versuch ist es wert (lacht).
Was die Inhalte betrifft, so denke ich, haben wir auch für das LATC2019 wieder eine gute Mischung. Mit Beispielen aus Großkonzernen – wie zum Beispiel der Deutschen Bahn AG oder der Krones AG in Kombination mit Erfahrungen von mittelständischen Unternehmen wie der Ravensburger Spieleverlags GmbH oder der AGROLAB GmbH – haben wir Vertreter aus allen Organisationsgrößen zu Gast. Zudem haben wir wieder darauf geachtet, dass unsere Gäste thematisch nicht nur Industriebeispiele zu hören bekommen. So werden wir beispielsweise Beiträge aus der Baubranche, dem Krankenhaus und dem universitären Umfeld präsentieren. Insgesamt gibt es auf der Hauptbühne 19 Slots von 24 Referentinnen und Referenten.

LKB: Wie sieht es mit dem Frauenanteil beim LATC2019 aus? Beim LATC2018 war dieser ja eher spärlich?

Ralf: Och, nö! Ich wusste, dass diese Frage kommen wird! Also zunächst meine ganz persönliche Meinung – und ich denke, da spreche ich für das gesamte Team bei uns, was im Übrigen überwiegend weiblich ist – dazu: Uns geht es zunächst um die Vielfalt der Inhalte und der Branchenherkunft derjenigen, die bei uns auf der Bühne stehen. Das Geschlecht spielt für uns hier keine Rolle. Natürlich haben wir auch in diesem Jahr versucht, Speakerinnen zu finden, welche in unserem Themenspektrum in Unternehmen agieren, doch – und das bitte ist keine Entschuldigung oder gar eine Rechtfertigung – ist leichter gesagt, als getan. Die Lean-Welt ist überwiegend „männlich“. Natürlich haben uns Frauen angesprochen, ob sie einen Slot bei uns machen können, aber wir wählen – nochmals – nicht nach dem Geschlecht aus. Ja, wir haben einigen Frauen abgesagt, aus ganz unterschiedlichen Gründen, aber das haben wir auch bei Männern so gehalten. Wir wollen nicht eine Quote bedienen, was meiner Meinung nach auch nicht dem weiblichen Geschlecht gerecht werden würde. Um also die Frage zu beantworten, wir haben im kommenden Jahr vier Frauen auf der Bühne bzw. in den Themenboxen, mit Janine und Angela zwei tolle Frauen auf, vor und hinter der Bühne, auf die ich mächtig stolz bin. Wäre ich im Übrigen auch, wenn die beiden Männer wären. Was von den beiden vor, während und nach dem LATC geleistet wird, ist großartig!

LKB: Okay, verstanden – kommen wir zu Dir …

Ralf: Zu mir, warum?

LKB: Du fällst ja in jedem Jahr, was Dein Outfit betrifft, sagen wir mal etwas aus dem Rahmen. Auf welches Farbenspiel bezüglich Deiner Kleidung müssen sich Eure Besucher im kommenden Jahr einstellen?

Ralf: Also ich finde meine Kleidung immer angemessen (lacht). Nein, ich habe noch keine Idee, Kleidungsfragen entscheide ich spontan. Aber ein knalliger Schottenrock oder einen recht bunten Schlafanzug fände ich irgendwie nicht so schlecht.

LKB: Also wir lassen uns überraschen. Eine letzte Frage haben wir allerdings noch. Seit einigen Wochen taucht bei Euch im Netz immer mal wieder ein #ES auf, und wir finden, dass dieses #ES eine gewisse Ähnlichkeit mit Dir hat.

Ralf: Ja?

LKB: Ja!

Ralf: Na dann!

LKB: Was „Na dann!“?

Ralf: Am besten fragt ihr mal unsere Marketingdirektorin!

LKB: Ralf, wir danken Dir für die ausführliche Beantwortung unserer Fragen, insbesondere auch der letzten … ????

Ralf: Gerne!


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