Die organisationale Transformation: unumgänglich, um zukunftssicher zu werden

Die organisationale Transformation: unumgänglich, um zukunftssicher zu werden

Die meisten Unternehmen haben inzwischen mit New-Work-Initiativen begonnen, Maßnahmen zunehmender Selbstorganisation im Einsatz und agile Tools in Gebrauch. Doch schon zeigt sich Ernüchterung. Viele Initiativen erfüllen nicht die Erwartungen, die man in sie gesetzt hat. Die große Frage: Warum?

#leanmagazin
am 14. 10. 2019 um 05:30 Uhr in LeanMagazin von Anne M. Schüller


Manche reden bereits ein Scheitern von New Work herbei, um erleichtert zu den „gängigen“ Methoden von früher zurückkehren zu können. Doch das ist von Allem der größte Fehler. Denn mit alten „Waffen“ kann man keine neuen „Kriege“ gewinnen. Und der Rückfall ins Gestern ist ganz gewiss keine Alternative.

Die Spielregeln unserer Arbeitswelt sind in der Ära der Industrialisierung entstanden. Da gehörten sie hin und haben gute Dienste geleistet. Denn damals ging es um das Steuern und Stabilisieren. In der Digitalökonomie von heute und morgen hingegen sind hohes Tempo, Adaptionsfähigkeit und ständiges Innovieren gefragt.

Das Schlechteste, was man also bei steigendem Außendruck machen kann: Daumenschrauben anziehen, Vorgaben detaillieren, den Rahmen verengen und den hierarchischen Druck mächtig erhöhen. Volatile Zeiten und ein dynamisches Umfeld verlangen nach agilen Strukturen, um im „Wildwasser“ der Zukunft zu überleben.

Auf alte Weise kommt man in neuen Zeiten nicht weit

Klar werden fast überall in den Unternehmen New-Work-Spielwiesen freigegeben. Denn niemand will sich nachsagen lassen, neue Arbeitsweisen nicht unterstützen zu wollen. Doch das meiste passiert nur punktuell. Zudem beschränkt sich das Vorgehen meist auf die Mitarbeiterseite, die Arbeitsplatzgestaltung und neue Arbeitstools.

An den organisationalen Basisstrukturen hingegen ändert sich nichts. So bleibt die Wirkung im Ganzen gering. Und am Ende gewinnt die alte Ordnung: „Experiment gescheitert, machen wir weiter wie bisher.“ Aber, kein Zweifel: Das Verteidigen veralteter Vorgehensweisen ist das Haupthindernis auf dem Weg in die Zukunft.

Selbst da, wo sich Pilotteams neu ausrichten und selbstorganisiert arbeiten dürfen, verpufft deren Transformationsenergie, sobald sie auf ein verkrustetes Grundgerüst treffen. Es reicht einfach hinten und vorne nicht mehr, an Wandel-Wehwehchen im Trippelschritt-Modus herumzudoktern, um etwas agiler zu werden.

Das ist, als würde man auf einen offenen Bruch Pflästerchen kleben. Die neuen Methoden sind alle da. Doch bei alten „Betriebssystemen“ bringen sie wenig. Mit Flickschusterei kuriert man höchstens Symptome. Besser, man geht an die Wurzel des Übels und kümmert sich um die Gesamtkonstitution.

Eine organisationale Transformation ist geradezu zwingend

Neue Businesszeiten können nicht auf traditionelle Weise gemanagt werden. In einer Umgebung von gestern kann man nicht auf Gedanken für morgen kommen. Und zentrale Steuerung funktioniert nicht in komplexen Systemen. Solange sich an den Grundstrukturen nichts ändert, ist alles andere nur Puder und Schminke. Ein Umdenken des gesamten organisationalen Systems ist unumgänglich.

Doch klassische Unternehmen bleiben, visualisiert durch ein übliches Organigramm, einem Organisationsmodell verhaftet, das aus dem tiefsten letzten Jahrhundert stammt. New-Work-Initiativen bringen nur wenig, solange man den wahren Grund für das Zaudern beim Aufbruch in die Digitalökonomie nicht wirklich anpacken will. Es ist das ganz große Ding, sozusagen die heilige Kuh: der Bremsklotz Unternehmensstruktur.

Um wirklich fit für die Zukunft zu sein, kommt man um eine Transformation seines organisationalen Systems nicht herum. Zu diesem Zweck haben wir das Orbit-Modell entwickelt. Es propagiert eine zirkuläre, sich ständig weiterentwickelnde Organisationsstruktur und -kultur, die sich agil, adaptiv und antizipativ auf die Erfordernisse der neuen Zeit einstellen kann.

„So sieht das Unternehmensmodell der Zukunft aus“, sagt dazu das Wirtschaftsmagazin Capital. Die neun dazugehörigen Aktionsfelder werden im Bestseller „Die Orbit-Organisation“ ausführlich beschrieben. Um den Umsetzungserfolg sicherzustellen, bietet sich eine Ausbildung zum zertifizierten Orbit-Organisationsentwickler an.

Ausbildung zum zertifizierten Orbit-Organisationsentwickler

Die Ausbildung zum zertifizierten Orbit-Organisationsentwickler richtet sich vor allem an ambitionierte Mitarbeiter*innen aus den Bereichen Organisationsentwicklung, Mitarbeiterführung und HR, die im Kontext unserer neuen Arbeitswelt und mithilfe dieser Zusatzqualifikation die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Arbeitgeber sichern wollen.

Die Ziele für das Unternehmen: die Teilnehmer*innen lernen eine zeitgemäße Form der Organisationsentwicklung sowie alle Aspekte des Orbit-Modells kennen und können diese implementieren, wodurch das Unternehmen fit für die Herausforderungen der Zukunft wird.

Die Ziele für den Teilnehmer/die Teilnehmerin: Weiterbildung und Höherqualifizierung in modernen Methoden von Organisationsentwicklung, Management und Mitarbeiterführung. Sie erhalten ein Zertifikat und ein Siegel, das diese Qualifizierung dokumentiert.


Kommentare

Bisher hat niemand einen Kommentar hinterlassen.

Kommentar schreiben

Melde Dich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.

Teilen

Ähnliche Inhalte

Hier findest Du weitere Inhalte zu dem von Dir gewählten Thema. Bei diesen Vorschlägen handelt es sich um eine Auswahl an Inhalten, welche wir insgesamt für Dich auf der LeanBase zur Verfügung stellen.

LeanTalkTV - Über New Work, Transformation, Komplizenschaft und auch Xing

LeanTalkTV - Über New Work, Transformation, Komplizenschaft und auch Xing

Video-Beitrag und Podcast auf LeanPublishing
am 04. 03. 2019 um 07:59 Uhr
Kanal: LeanTalkTV

In unserer Sendung am 24. Februar waren die Kultur-Komplizen Daniela & Stefan Röcker zu Gast. Die Inhalte waren so vielfältig, wie Menschen und Organisationen sein können. Primär ging es...

#JanineFragtNach bei Franziska Gütle

#JanineFragtNach bei Franziska Gütle

Podcast auf LeanPublishing
am 27. 12. 2019 um 05:30 Uhr
Kanal: LeanMagazin

Gesprächspartner in dieser Ausgabe von #JanineFragtNach ist Franziska Gütle, Smart Operations & Lean Managerin bei Atlas Copco IAS.

Wie eine Genossenschaft eine GmbH übernimmt

Wie eine Genossenschaft eine GmbH übernimmt

Beitrag auf LeanPublishing
am 02. 09. 2019 um 05:30 Uhr
Kanal: LATCSpeakerInterview

Interview von Stefan Röcker mit Dr. Michael Gebhart | Vorstandsmitglied der iteratec nurdemteam eG sowie Projektbereichsleiter innerhalb der iteratec GmbH und Speaker auf der #NKNA20 und dem #LATC2020

Vorstellung Impulsgeber LeanBaseClub – Die Kultur-Komplizen

Vorstellung Impulsgeber LeanBaseClub – Die Kultur-Komplizen

Beitrag auf LeanPublishing
am 26. 03. 2019 um 05:30 Uhr
Kanal: LeanMagazin

Daniela und Stefan Röcker sind Komplizen guter Führungs- und Unternehmenskultur im Kontext Neue Arbeit, Neue Kultur. Auf der Basis langjähriger Berufspraxis in verschiedensten Unternehmen setzen...

Die organisationale Transformation: So werden Sie zukunftssicher

Die organisationale Transformation: So werden Sie zukunftssicher

Beitrag auf LeanPublishing
am 20. 07. 2020 um 04:30 Uhr
Kanal: LeanMagazin

Viele Unternehmen werden sich nach der Corona-Krise anders aufstellen müssen, um fit für eine noch ungewisse Zukunft zu sein. Sie brauchen mehr Agilität, mehr Flexibilität, mehr Dynamik – und neue,...

#2 - Was hat Motivation mit dem Wert eines Unternehmens zu tun?

#2 - Was hat Motivation mit dem Wert eines Unternehmens zu tun?

Beitrag auf LeanPublishing
am 08. 04. 2020 um 04:30 Uhr
Kanal: #WasHastDuHeuteGelernt

Kein Unternehmen sucht im Einstellungsprozess absichtlich den desinteressiertesten, gleichgültigsten Mitarbeiter aus – wie lässt sich Demotivation vermeiden und wie können schlummernde Potentiale...

#014 | Familienfreundlichkeit in Unternehmen

#014 | Familienfreundlichkeit in Unternehmen

Podcast auf LeanPublishing
am 09. 08. 2019 um 09:56 Uhr
Kanal: LeanMagazin

... eine Utopie? Wie gut sind deutsche Unternehmen auf Kinder und pflegebedürftige Angehörige ihrer Mitarbeitenden vorbereitet? Wie familienfreundlich können Unternehmen eigentlich sein? Braucht es...

#LATC2020 - Rezepte & Fettnäpfchen: Ein globales Kaizensystem auf grüner Wiese

#LATC2020 - Rezepte & Fettnäpfchen: Ein globales Kaizensystem auf grüner Wiese

Beitrag auf LeanPublishing
am 09. 01. 2020 um 05:30 Uhr
Kanal: LATCSpeakerInterview

Interview von Janine Kreienbrink mit der #LATC2020 #NKNA20 - Speakerin Nadja Böhlmann | Group Kaizen Promotion Officer | Teknos Group Oy