Dem Management wird ständig und zu jeder Zeit etwas vorgegaukelt!

Dem Management wird ständig und zu jeder Zeit etwas vorgegaukelt!

Sie kennen wohl folgende Situation: Das Management hat sich angekündigt und dies nicht irgendwo. Nein, das Management hat beschlossen, die Aufmerksamkeit weg vom Schreibtisch zur Werkbank zu verlagern und besucht demzufolge den Shopfloor.

#leanmagazin
am 05. 05. 2016 um 15:59 Uhr in LeanMagazin von Ralf Volkmer


Was im Vorfeld nun passiert, kennen Sie wohl ebenfalls: Aufräumen, sauber machen, alles wird poliert. Schließlich soll das Management ja sehen, dass auf dem Shopfloor alles in Ordnung ist und funktioniert.

Die Frage, die sich aus diesem „Erlebnis“ ergibt, ist, ob sich die Mitarbeiter um die Kundenwünsche ebenso bemühen (dürfen)?

Leider erfährt das Management niemals am „eigenen Leib“, was es bedeutet, ein „ganz normaler Kunde“ des eigenen Unternehmens zu sein. Man könnte es auch so formulieren: Würden sich alle Mitarbeitende, also auch die zweite, dritte Führungsebene, ebenso generalstabsmäßig auf die Kundenanforderungen konzentrieren wie auf den Besuch des Managements auf dem Shopfloor, würde einiges im Rahmen von (kontinuierlicher) Prozessverbesserung entspannter, effektiver und harmonischer ablaufen.

Die Mauern zwischen den einzelnen Abteilungen, wären vielleicht nicht vollständig eingerissen, aber möglicherweise sehr viel niedriger oder zumindest so niedrig, dass es möglich wäre, darüber zu schauen, um so ganz nebenbei „Sehen zu lernen“.

Sehen lernen, was mein interner Kunde von mir erwartet und was ich als sein Lieferant dazu beitragen kann, damit mein Kunde den Wunsch seines Kunden erfüllen kann. Zeit also, sich die „Welt“ aus Kundensicht anzusehen, was die beste Ausgangsbasis für Prozessgestaltung ist, wie wir meinen.

Sicherlich hat jede Veränderung – also auch jene, für Management Stippvisiten den Shopfloor „klinisch rein“ oder diesen generell zu gestalten – so seine Befürworter und Gegner.

Einige erhoffen sich Vorteile und wiederum andere sind ganz grundsätzlich gegen Veränderungen. Veränderungen sind nicht selten eine Gratwanderung, hinterlassen womöglich Gewinner und Verlierer, verbrannte Erde und irreparable Schäden.

Ganz am Ende aber, und das ist sicher, haben Veränderungen letztendlich Konsequenzen für den Kunden, auch für interne Kunden.


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