Ich glaub, ich bin im Film ... Folge 201

Ich glaub, ich bin im Film ... Folge 201

oder ... "Esne (etiam) homo bonus, Nemo?"

#WMIA
Podcast, am 29. 09. 2020 um 04:30 Uhr in Interview mit Dr. h.c. Any Nemo von Kurt August Hermann Steffenhagen


Dr. h.c. Any Nemo schaut gern Westernfilme. Manch echter Kerl tut das auch noch in reiferem Alter. Die meisten von ihnen entwickeln sogar Sympathien mit diesen Antihelden, diesen furchtlosen Gesetzesbrechern und manche der heutigen Hinterzimmermauschelgangs erinnern an diese Zeit. "Ich glaub, ich bin im Film " ist ein Gedanke, der einem kommen kann, wenn man dem Treiben von WMIA Incorporated, dem mächtigsten und reichsten Unternehmen der Welt heutzutage zuschaut ...

Der Italo-Western "The good, the bad and the ugly" ist Nemos Lieblingsfilm.

Die amoralischen Desperados des Films waren die zeitgemäßen Anti-Helden eines Jahrzehnts, in dem die traditionellen Werte in Frage gestellt wurden.

Was Dr. Nemo an dem Film, an den Desperados so fasziniert und welcher dieser Helden sein Liebling ist, das könnte vielleicht einen Blick auf eine etwaige frühkindliche Prägung Nemos werfen. Immerhin war er zu Zeiten des Erfolgs des Films noch ein kleiner Junge.

Interviewer: "Welcher der Helden in diesem Film ist Ihr Liebling?"

Nemo: "Der Blonde!"

Der Interviewer erinnert sich. Der Blonde ist derjenige der Desperados, der keinen Namen hat, ein Niemand, wenn man so will und er geht als Gewinner vom Platz.

Interviewer: "Was an ihm ist faszinierend?"

Nemo: "Die letzte Szene, als er den Strick des Gehenkten durchschießt und mit dem vielen Geld im Nichts verschwindet."

Nemo zieht bedeutungsvoll die Augenbrauen hoch.

Interviewer: "Was ist an einem Verbrecher faszinierend?"

Nemo: "Business, jedenfalls so, wie es im Film dargestellt wird, is no kissing game. Der Blonde hatte aber auch gute Seiten. Er gab einem sterbenden Soldaten seinen Mantel …"

Interviewer: "Der Ganove als heiliger St. Martin … das meinen Sie doch nicht im Ernst?"

Nemo: "Doch! Niemand ist durch und durch böse. Und schauen Sie einmal, ich habe eine erhebliche Menge an Geld für die Linderung der Probleme der Menschheit gespendet. Die WMIA-Universität beschäftigt Forscher, die hervorragende Beiträge zum Wohle der Menschheit erbringen."

Interviewer: "Ihre Geschäfte schaden jedenfalls in Teilen vielen Menschen. Ihre Wohltätigkeit mutet so an, als würden Sie jemandem auf den Kopf hauen und ihm dann einen Verband anlegen."

Nemo: "Lassen wir doch die Filme Filme sein … die übertreiben …"

Interviewer: "Stimmt, nur Wildwest ... Also so tun, als sei man jenseits der Gesetze, ist (je)doch Realität."

Nemo muss zum nächsten Termin.

Der Interviewer und Elvira nehmen wie üblich in ihrer Lieblingstrattoria einen Apéro.

Elvira: "Da wurde ja eben scharf geschossen."

Interviewer: "Hier bei uns beiden auch ..."

Elvira: "Wie meinen?

Interviewer: "You are killing me softly with your beautiful eyes."

Wie - wenn auch nur im übertragenen Sinne - geschossen wird auf der Bühne der Mächtigen dieser Welt, erfahren wir - wie immer - am nächsten Dienstag …


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