Wir debattieren: Deutschland 2050 – Freiheit, Wohlstand, Gesundheit? Oder Zwei-Klassen-Gesellschaft, Überwachung und Arbeitsmigration?

Wissen ist kostenfrei und an jedem Ort verfügbar. Bargeld ist abgeschafft und Menschen werden 24/7 getrackt. Ihr Verhalten und ihre Absichten sind völlig transparent. Nicht mehr Parlamente, sondern KI macht Gesetze. In der Folge wurden Steuern und Sozialabgaben neu bestimmt und sind fair. Darüber hinaus können Bots für Unternehmen und Privatpersonen Verträge abschließen. Es ist eine hochproduktive Gesellschaft, die ihre Aufgaben trotz drastisch gesunkener Einwohnerzahl bewältigt. Die Art zu wohnen und zu arbeiten hat sich gewandelt. Die Staatengemeinschaft hat ihr Binnenverhältnis neu geregelt. Die heute bekannten supranationalen Organisationen haben ihre Bedeutung verloren. 

Unser Debattenformat

Nach einem Kurzimpuls von Prof. Dr. Andreas Syska wirst Du aktiv! Glaubst Du, dass wir in eine gute Zukunft gehen? Oder gehst Du davon aus, dass alles schlechter wird? Deine Position im wortwörtlichen Sinne machst Du dadurch sichtbar, dass Du das Spielfeld in unserer Veranstaltungshalle betrittst und Dich verortest.

Wohin zieht es Dich? Utopie oder Dystopie - was überzeugt Dich mehr?

Im Folgenden wird Prof. Dr. Andreas Syska kurz in 8 Teilbereiche einführen. Nach jedem einzelnen Input hast Du die Gelegenheit, mit den anderen Akteuren auf dem Spielfeld zu debattieren: Was spricht für die eine Möglichkeit? Was für die andere? Wenn Du im Laufe der Debatte Deine Einschätzung änderst, zeigst du das durch Deine Positionierung: Du gehst einen Schritt Richtung Mitte oder einen Schritt zurück.

Dystopie Utopie
Universitäten und Berufsschulen sowie das duale System sind obsolet. Bildung gilt nur noch dann als wertvoll, wenn sie ökonomisch verwertbar ist Bildung ist Privatsache; ihr Stand ist hoch wie nie. Wissen wird per Memory Transfer direkt in die Hirne der Menschen übertragen und somit schnell erworben. Arbeiten und Lernen sind eins.
Die völlige Transparenz der Menschen führt zum Aufbau eines Kreditsystems und sorgt dafür dass nur die Menschen Zugang zu Ressourcen erhalten, die sich systemkonform verhalten. Ein großer Teil der Bevölkerung ist ausgegrenzt.  Die permanente Überwachung der Menschen und deren KI-gestützte soziale Kontrolle führt zu mehr Sicherheit und weniger Kriminalität.
Die KI-Gesetzgebung ist manipuliert. Ihre Gesetze orientieren sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Systemkonformen Die KI-Gesetzgebung folgt ausschließlich den Interessen der Allgemeinheit und kennt keine Verlierer. Lobbyismus gehört der Vergangenheit an, ebenso wie Desinformation, Polarisation und Populismus. Parlamente und Ministerien sind überflüssig.   
Bots sind Rechtssubjekte geworden und verklagen Menschen und Unternehmen. Bots erkennen Bedarfe von Menschen und Unternehmen und sorgen dafür, dass es ihnen an nichts mangelt.
Die erhöhte Produktivität führt zum Zusammenbruch des Sozialsystems. Unruhen sind an der Tagesordnung. Bürgerkriege finden statt. KI hat das Sozialsystem umgestellt: Steuern und Abgaben werden nicht länger auf Arbeit entrichtet, sondern auf Ressourcenverzehr. Nicht der wirtschaftlich Erfolgreiche wird besteuert, sondern der Rücksichtslose.
Die erhöhte Produktivität führt zu einem beschleunigten Ressourcenverzehr. Ökologische Systeme kollabieren. Durch erhöhte Produktivität wurde der demographische Wandel bewältigt. Mitarbeiter können sich den Produktivitätsgewinn in Geld oder Zeit auszahlen lassen. Die Zeit für Erwerbsarbeit ist drastisch reduziert. Care-Arbeit erhält die gleiche gesellschaftliche Wertschätzung wie Erwerbsarbeit. 
Die Verschärfung der wirtschaftlichen Situation führt zu weiterer Konzentration von Unternehmen und befristeter, prekärer Beschäftigung. Menschen folgen der Arbeit und sind entwurzelt. Wohnen und Arbeiten finden in räumlicher Nähe statt – auch im gewerblichen Bereich. Mobil sind die Menschen nur dann, wenn sie es wollen – nicht wenn sie es müssen. 
Es herrscht ein Weltkrieg zwischen Konzernen und Staaten um die Vorherrschaft.
Konzerne erpressen Staaten und werden Mitglieder der Uno bzw. ihrer Nachfolgeorganisation.
Die weiterhin ungelösten Probleme führen zu einer nie dagewesenen Anzahl von Menschen auf der Flucht. Staaten wollen diese nicht aufnehmen und schotten sich ab. Die Flüchtlingskonvention ist abgeschafft und gilt nur als eine romantische Episode der Weltgeschichte.
Nach den kriegerischen Auseinandersetzungen in den 2020ern hat man verstanden, dass es nur ein „Globales Gemeinsam“ gibt. Politische Macht wurde zu supranationalen Organisationen verlagert, die erfolgreich für einen Ausgleich der Interessen aller Nationen sorgen. 

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Prof. Dr. Andreas Syska
Forscher I Autor I Speaker
Hochschule Niederrhein
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