
Der Lean-Mainstream hat nichts geschaffen, was der Rede wert wäre
Das mag man bedauern. Aber wahre Innovation spielte sich in der Lean-Bewegung immer an den Rändern ab. Dort jedoch entstand Eindrucksvolles
Ich denke, dass die Lean-Bewegung nichts geschaffen hat, was über das hinausging, das sie von Deming und Toyota geerbt hatte. Noch enttäuschender: Die Lean-Bewegung begann bald zu Weisungs-und-Kontroll-Interpretationen oder Ableitungen von „Lean” wie zu tendieren – darunter Six Sigma. Statt um kohärente Selbstorganisation begann es bei Lean in der Folge mehr und mehr um Steuerung. Das klingt erst einmal betrüblich. Aber es ist wichtig zu betonen, dass der „Lean- Mainstream” nichts Neues hervorbrachte, das über das bereits Vorhandene hinausgewiesen hätte.
Einige „Lean-Dissidenten” entwickelten jedoch seit den 1980er Jahren wirklich neue Denkweisen und Praktiken. Diese Pioniere ließen sich von Deming und Toyota inspirieren, um den Ansatz der Zeitorientierung weiterzuentwickeln und die Kapazitätsorientierung konzeptionell und praktisch endgültig zu überwinden. Diese Dissidenten wurden vom Lean-Mainstream allerdings nie wirklich akzeptiert. Von den sogenannten „Lean Thought Leaders” wurden sie weitgehend ignoriert und an den Rand gedrängt.
Diese Pioniere waren Ernst Weichselbaum (Weichselbaum-System), Ian Glenday (Lean RFS) und Rajan Suri (Quick Response Manufacturing).

Hier findest Du ein Forschungspaper zu, was Toyota, Weichselbaum, Glenday und Suri gemeinsam erreichten.
Und das Erreichte kann sich sehen lassen! Das Paper zum kostenlosen, freien Download (ohne Registrierung): betacodex.org/white-papers/paper/slave-to-the-rhythm-get-to-time-oriented-work-systems-fast-24
Der Lean-Bewegung würde systematische Vergangenheitsbewältigung gut zu Gesicht stehen. Denn Lean-Nostalgie allein wird Unternehmen, Wirtschaft und die Lean-Bewegung selbst nicht voran bringen! Es braucht systematisches Umdenken: Von der Kapzitätsorientierung weg, hin zur Zeitorientierung.

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