Die richtige Supplement-Strategie

Die richtige Supplement-Strategie

Georgiy Michailov trifft Prof. Dr. Martin Smollich.
Über falsche Kausalitäten, Methylenblau und Longevity.
 
 

15. Mai 2026 um 09:03 Uhr von Georgiy Michailov


„Erst messen, dann supplementieren.“

Nahrungsergänzung ist längst Alltag geworden, doch kaum ein Thema ist so undurchsichtig und voll von widersprüchlichen Empfehlungen. Viele greifen daher zu Vitaminen und Co., ohne überhaupt zu wissen, ob ein Mangel vorliegt. Zwischen Social Media Trends, Marketingversprechen und vermeintlichen Wundermitteln entsteht schnell ein gefährlicher Blindflug. Doch was braucht der Körper wirklich – und was ist schlicht überflüssig oder sogar riskant?

„Die Gefahr von Social Media ist die algorithmische Verstärkung von Bullshit.“

Prof. Dr. Martin Smollich ist Ernährungsmediziner und Pharmakologe und beschäftigt sich wissenschaftlich genau mit diesen Fragen. Im Gespräch mit Georgiy Michailov erklärt er, warum Diagnostik der erste Schritt sein muss, weshalb das „große Blutbild“ oft missverstanden wird und wie man relevante von irrelevanten Werten unterscheidet. Er beschreibt die größten Mythen rund um Supplements, den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität, unterschätzte Risiken wie Jodmangel, sowie den Einfluss von Social Media auf Gesundheitsentscheidungen. Aktuelle Hypes wie Kreatin, NMN oder Methylenblau werden kritisch beleuchtet – immer mit dem Fokus auf evidenzbasierte Medizin statt schnellen Versprechen.

Prof. Dr. Martin Smollich

Prof. Dr. Martin Smollich befasst sich seit Jahren wissenschaftlich mit der Frage, was Nahrungsergänzungsmittel wirklich leisten können und wo Mythen, Marketing und Missverständnisse beginnen. Er lehrt und forscht an der Universität zu Lübeck und ist Autor mehrerer Bücher zur medizinischen Ernährungswissenschaft. Als Pharmakologe und einer der bekanntesten Ernährungsmediziner bringt er genau die Differenzierung in die Debatte, die im Alltag oft fehlt: Welche Werte sind tatsächlich relevant? Wann ist Supplementierung sinnvoll? Und warum ist Prävention ohne fundierte Diagnostik oft nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Im Gespräch mit Georgiy Michailov ordnet er ein, wie evidenzbasierte Entscheidungen im Spannungsfeld zwischen Halbwissen und berechtigtem Gesundheitsinteresse gelingen können. Mit seinem Instagram-Account @ernmedblog erreicht er über 100.000 Follower und verpackt relevante Forschungsergebnisse in leicht zu konsumierende Info-Snippets.


Mehr zur Person

Sein aktuelles Buch heißt: Der Nährstoff-Kompass. Was ist essenziell, was verzichtbar und was gefährlich

Nahrungsergänzungsmittel und Supplemente sind so allgegenwärtig wie nie zuvor. Mit seinem Buch bringt Prof. Dr. Martin Smollich Ordnung in einen Markt voller Versprechen, Mythen und Unsicherheiten. Er zeigt, welche Nährstoffe für den Körper essenziell sind, wo tatsächlich Mängel auftreten können und wann Supplemente sinnvoll eingesetzt werden sollten. Gleichzeitig räumt er mit verbreiteten Irrtümern auf – von überbewerteten Vitaminen bis hin zu fragwürdigen Trends aus Social Media. Statt pauschaler Empfehlungen liefert das Buch eine evidenzbasierte Einordnung: Was ist wissenschaftlich belegt, was ist übertrieben – und was kann im schlimmsten Fall sogar schaden? Ein praxisnaher Leitfaden für alle, die nicht nur dem Mainstream folgen, sondern fundierte Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen wollen.
 



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