Tim Weinert

Tim Weinert

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Begleitung bei der Einführung und Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsmanagement

Soziokratischer Gesprächsleiter

Gemeinwohl-Ökonomie-Berater

Begleiter für kooperative Organisationen und deren Entwicklung


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[gelöschter Benutzer]
Tim Weinert hat auf einen Kommentar geantwortet, vor 3 Monate
[gelöschter Benutzer]
Danke für eure Präsentation!
Wie sieht denn für euch ein Umstellungsprozess von hierarchischer Entscheidung auf alternative Entscheidungsverfahren aus? Und welches der Prinzipien stößt auf den meisten Widerstand?

Viele Grüße Jürgen
Hallo Jürgen,

danke der Nachfrage.
Aus unserer Sicht gibt es da nicht die eine Antwort.
Um hierarchische Entscheidungen herum gibt es üblicherweise auch Haltung, Kommunikation und Umsetzung von Projekten / operativem Geschäft, welche auf Führungskräfteentscheidungen angewiesen sind bzw. so konstruiert sind.
Daher gilt es bei allen Menschen in der Organisation auch "neue" Kompetenzen (gute Kommunikation, alternative Entscheidungsverfahren, Transparenz, Agilität) zu erhöhen. Gleichzeitig Haltung reflektieren, Feedback einführen.

Konkreter Übergang auf alternative Entscheidungsverfahren:
- Entscheidungen, die bisher im Team/Gruppe gefällt werden sammeln
- Führungskräfte prüfen für sich, ob sie Entscheidungen wirklich wirklich (Dopplung ist absichtsvoll) alternativ fällen wollen
- besprechen für welche Entscheidungen alternative Entscheidungsverfahren ausprobiert werden sollen (hierarchischer Einzelentscheid ist damit nicht abgeschafft und hat für bestimmte Bereiche weiterhin seinen Sinn)
- besprechen welche alternativen Verfahren eingesetzt werden sollen
- Verfahren einüben (dabei Zeit und Raum für Experimente lassen), z.B. mal den Betriebsausflug per systemischem Konsensieren festlegen
- Üben, reflektieren, üben, nachjustieren
- die nächsten Entscheidungen vornehmen
- Üben, reflektieren, üben, nachjustieren
- Umgebung und Haltung die bei alternativen Verfahren zu Spannungen führt prüfen und Spannungen bearbeiten

Welches Prinzip auf den meisten Widerstand stößt ist Organisationsabhängig (das dachtest du dir wahrscheinlich schon ;-) ) .
- Im Kreis sprechen ist für Menschen, die ihr Leben lang viel Raum für ihre Meinungen bekommen haben (aufgrund von Lautstärke, Extroveriertheit und/oder Macht), eine große Herausforderung.
- Einwände als Bereicherung zu sehen ist in einer "Ich darf keine Fehler machen Kultur" ein Riesending.
- Transparenz für alle Beteiligten fordert Organisationen heraus, in der personenabhängiges Projekt- und Organisationswissen noch mit Macht verknüpft ist.
- Der/die "deutsche Qualitätsmanager:in" (das ist eine bewusste Übertreibung), findet "good enough for now" bestimmt nicht detailliert und konkret genug.
- Ausrichtung an einem gemeinsamen Ziel hinterfragt, wenn wir sehr tief gehen, die Glaubensätze zur Konkurrenz zwischen Menschen innerhalb des gleichen Systems (Organisation)

Mein ganz persönlicher Hit bzgl. hohem Widerstand sind:
- "Sprechen im Kreis" und "Ausrichtung am gemeinsamen Ziel"

Insgesamt öffnen die Prinzipien die Tür für eine gemeinsame Lernreise zu einer kooperativen Organisation.

Viele Grüße
Tim



[gelöschter Benutzer]
Gruppenentscheidungen effektiv vorbereiten und treffen
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Vortrag auf der LeanDigitalConference Unternehmenskultur

Entscheidungen fällen bzw. an Entscheidungen teilzunehmen gehört zum täglichen Erleben von Mitarbeiter*innen und Führungskräften. Gleichzeitig sind die Geschichten von Entscheidungen die danach zu hohem Widerstand, schleppender Umsetzung, Machtworten führten, vielen bekannt. Wie sehen alternative Möglichkeiten aus?

Hallo zusammen,
wir freuen uns über eure Kommentare, Gedanken und Fragen zum Thema.
Beste Grüße
Tim (nowwork)