Lean in der TARGOBANK – Schluss mit "läuft doch"

Ich sag’s ganz offen: Lean war für mich nicht unbedingt das, worauf ich sofort Lust hatte. Für mich wirkte das erst mal wie vieles, was man aus dem Bankalltag schon kennt: Standards, Methoden, Effizienz, Kundenzentrierung. Flow, Kaizen, Wertstrom? Klang für mich eher etwas verstaubt als nach etwas wirklich Neuem. Schließlich haben wir in der Bank ja schon viel aufgebaut: Gremien, KPIs, Reports, Qualitätskontrollen. Also dachte ich: Was bringt Lean jetzt noch zusätzlich? Noch ein Framework? Noch ein neuer Blick auf das, was wir eigentlich schon kennen?

Und dann kam Lean. Plötzlich war da nicht mehr Theorie, sondern Realität. Direkt. Schonungslos ehrlich.

Auf einmal sehe ich Dinge, die vorher einfach „normal“ waren: Liegezeiten, Rückfragen, doppelte Kontrollen, Freigaben - noch und nöcher. Kundenanfragen, die hin und hergehen. Und das Entscheidende: das  ist kein Zufall. Das ist gewachsen und damit auch veränderbar.

Lean ist nicht nett, nicht bequem. Lean ist ein Realitätscheck. Es nimmt dir die Ausreden weg. Komplett. Es zeigt dir, wo wir uns selbst ausbremsen. Und ja: Das tut weh. Richtig weh. Und genau da hat sich mein Blick auf Lean komplett gedreht. Denn Lean macht nicht nur Prozesse sichtbar. Lean macht Menschen sichtbar. Menschen, die jeden Tag ihr Bestes geben. Menschen, die genau wissen, wo es hängt. Menschen, die gute Ideen haben. Lean bringt uns zusammen. Sorgt für Klarheit. Tempo. Fokus.

Ich freue mich sehr auf meinen Beitrag auf der LeanBase. Um selbstkritisch zu zeigen, wie Lean in der Bank wirklich wirkt: wo es unbequem wird und wo es weh tut – aber eben auch, wo es plötzlich richtig gut wird. Denn heute ist Lean für mich nichts Verstaubtes. Heute ist es ein verdammt ehrlicher Hebel für Veränderung und für exzellenten Kundenservice.

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