Intelligenter Methodeneinsatz statt Buzzword-Surfing - Sinnvolles Rosinenpicken statt "Mit dem Hammer in der Hand…"

Methoden wie SixSigma, Lean, Agil u.v.a. haben in vielen Organisationen großartige Verbesserungen ermöglicht. Vielfach wurden frühere Defizite und Schwächen zielgerichtet ausgeräumt und zukunftsweisende neue Sichtweisen eröffnet.

Leider zeigt sich aber in vielen Fällen auch ein weniger positives Muster. Dem anfänglichen Erfolg bestimmter Methoden und Ansätze folgen oft Übertreibung und sinnentleerte Nutzung. Mit dem Hammer in der Hand wird dann (frei nach Watzlawick) jedes Problem zum Nagel. Schlimmstenfalls wird die durchaus sinnvolle Methode auch für die Bereiche "verbrannt", in denen Sie sinnvoll ist.

Der Beitrag reflektiert, wie es zu solchen schädlichen Entwicklungen kommen kann und wie diese frühzeitig zu erkennen sind. Praktische Tipps und Erfahrungsberichte zeigen, wie sinnvolle Methoden-Auswahl, - Tailoring und -Kombination aussehen können. Praxisbeispiele zeigen wie Verortungssysteme wie die "Stacey-Matrix" in gemeinsam mit einem Verständnis der Historie und der "Sweet-Spots" von Methoden dabei unterstützen, Methoden sinnvoll auszuwählen und auszugestalten. Anhand von Beispielen wird gezeigt, wie auf dieser Basis nicht nur etablierte Methoden sinnvoll verwandt, sondern auch die Potenziale neuer Methoden wie "SAFe", "LeSS" etc. gehoben werden können.

Prof. Dr. Ayelt Komus
Professor