New Work? New Thought! - Über neues Denken in der Arbeit, oder warum es wichtig ist, sich für Dinge zu interessieren, die man eigentlich doof findet.

Mir fällt im beruflichen Kontext auf, dass sobald eine neue Methode/Geisteshaltung wie etwa Lean, Agile oder Design Thinking formuliert wird, diese von seinen Befürwortern als einzige Wahrheit gehandelt wird. Mir ist wichtig hierzu beizutragen, dass es selten eine einzige Wahrheit gibt, sondern alles vielmehr von dem Kontext abhängt, was ich entwickeln/produzieren möchte. Das Know-Why steht für mich vor dem Know-How und so gibt es z.B. in der Produktentwicklung Projekte, bei dem eine Wasserfall-Vorgehensweise deutliche Vorteile gegenüber einem Design Thinking Ansatz hat und andersherum.

Ich möchte damit transportieren, dass „alte“ Methoden durchaus Berechtigung haben und Wertschätzung verdienen. Das macht darüber hinaus den Einsatz von neuen Methoden/Tools einfacher, da ein integrativer anstatt eines „Entweder-oder“ Weges bei der Einführung gewählt wird. Gleichzeitig möchte ich die fachliche Thematik als Einstieg nehmen, um dann Allgemein über neues Denken in der (Arbeits)welt zu sprechen. Ich denke, dass die Herausforderungen, die innerhalb der nächsten 20 Jahre auf uns zu kommen nach neuem Denken verlangt. Hierbei geht es mir vor allem darum, weniger erfahrungsabhängig und mehr kontextbezogen zu denken und zu handeln, was gleichzeitig eine komplette Offenheit in unserer Wahrnehmung bedingen wird. Die Entdeckung der eigenen Kreativität ist hier wesentlich wichtiger als kritisches Denken, das immer noch (zumindest in Deutschland) viel zu gern als Tugend gesehen wird. Insgesamt ist die Message, dass es wichtiger ist, zu entdecken, was man machen kann anstatt nur darauf zu zeigen, was alles nicht funktioniert.

Daniel Urban
Inhaber