Das Programm

Wir stellen hier die einzelnen Impulsbeiträge als Aufzeichnung zur Verfügung.

Warum man aufhören muss, Verschwendung zu eliminieren, wenn man Lean werden will.

Warum man aufhören muss, Verschwendung zu eliminieren, wenn man Lean werden will.

Talk about Lean – mit Mari Furukawa-Caspary

Wer von „Lean“ spricht, weiß, dass „to eliminate waste“ zum Kernkonzept gehört. Wer aber denkt, dass „waste“ mit „Verschwendung“ korrekt übersetzt ist, der irrt. Der Ursprungsbegriff auf Japanisch heißt Muda, und dieser bedeutet „verlorene Liebesmüh“, „unsinniger Aufwand“, „sinnlose Bemühungen“, „etwas, was für die Katz‘“ ist. Verschwendung heißt auf Japanisch nicht Muda, sondern Rohi, und ist etwas ganz anderes.

Warum es falsch ist, Kaizen mit kontinuierlicher Verbesserung zu übersetzen.

Warum es falsch ist, Kaizen mit kontinuierlicher Verbesserung zu übersetzen.

Talk about Lean – mit Mari Furukawa-Caspary

Kaizen wird häufig mit Continuous Improvement oder Kontinuierliche Verbesserung übersetzt. Diese Übersetzung kommt ursprünglich von einem Beratungsunternehmen, dass das japanische Wort für Kaizen in Großbuchstaben schrieb und dann auch markenrechtlich schützen ließ, bevor „lean“ in aller Munde war. Die kontinuierliche Verbesserung wurde zu KVP und ließ sich gut in vorhandene betriebliche Vorschlagswesen integrieren. Was bei der Betonung der Kontinuität verloren gegangen ist, ist die exakte ursprüngliche Wortbedeutung von Kaizen. Was kontinuierlich sein soll, ist nicht die Verbesserung des Objekts. Es geht um das permanente Hinterfragen der eigenen Annahmen, das hier gefordert wird.

Versteht jemand "Autonomation"? Ich nicht. Worum es bei Jidoka wirklich geht.

Versteht jemand "Autonomation"? Ich nicht. Worum es bei Jidoka wirklich geht.

Talk about Lean – mit Mari Furukawa-Caspary

Wer das sogenannte „Lean-Haus“ oder „TPM-Haus“ kennt, weiß sicher, dass es zwei Säulen hat. Die linke Säule ist das Just-in-Time, die rechte Säule das Jidoka. Ursprünglich ein Wortspiel von Taiichi Ohno, hat der krampfhafte Versuch das Wort ohne Kenntnis des Ursprungskonzepts natürlich dazu geführt, dass das Wort Autonomation mehr vernebelt als verdeutlicht. Das muss man grundsätzlich einmal klären.

Standards sind nicht dazu da, um die Effizienz eines Unternehmens zu erhöhen.

Standards sind nicht dazu da, um die Effizienz eines Unternehmens zu erhöhen.

Talk about Lean – mit Mari Furukawa-Caspary

Immer wieder hört man die Geschichte, dass im Lean Standards deshalb nötig seien, damit die Mitarbeiter nicht jedes Mal darüber nachdenken müssten, wie etwas zu tun sei. Oder aber gute Standards dazu da seien, um effiziente Prozesse zu ermöglichen. Wer aber glaubt, dass dies das Ziel ist und nicht nur ein sehr schöner Nebeneffekt, der ist immer noch im tayloristischen Organisationsbild hängengeblieben und hat nicht verstanden, wozu die Standards im „Lean“ überhaupt da sind und welche Rolle sie in der wissensanreichernden Organisation (Knowledge Creating Company) spielen.