SummerStreamFestival

SummerStreamFestival

Am 25. September fand das SummerStreamFestival statt. Wir haben die einzelnen Impulsbeiträge aufbereiten, welche nun als Aufzeichnung in der jeweiligen Rubrik zur Verfügung stellen.

Als Impulgeber dabei waren Stehpanie Borgert, Katharina Maehrlein, Stefan Oldenburg, Stephan Heiler und Dr. Gerhard Wohland.

25. Juli 2020 1.500 Credits (15,00 €)

Programmübersicht:

Unternehmen strategisch ausrichten  –  wann, wenn nicht jetzt?

In vielen mittelständischen Unternehmen ist Strategie eine vernachlässigte Disziplin. Die verantwortlichen Leitungskräfte
sind mit ihrem Tagesgeschäft mehr als ausgelastet. Das war schon bisher nicht gut für die langfristige Sicherung des
Unternehmenserfolgs – und ist es in der Zukunft noch viel weniger. Die Fragezeichen, die gerade jetzt hinter den
Unternehmenszielen stehen, erfordern ein Vorgehen, mit dem das Wissen, die Lösungsideen und die Handlungskraft aller
Mitstreiter mobilisiert werden. Ein Vorgehen, das permanent an die immer dynamischeren Umfeldbedingungen angepasst
wird – ganz im Sinne des Kaizen-Gedankens. Im Wirkungsdreieck von Strategie-Bedarf, Kaizen-Konzept und Corona-Krise
schafft dieser Vortrag die nötige Orientierung.

Stefan Oldenburg

Ab hier nur ohne Aluhut

„Huch, wo kam das denn plötzlich her?“ fragen wir uns seit einigen Monaten. „Überraschung“ antwortet es. „Ich hab mich
lange angekündigt, aber Ihr habt nicht hingehört“. So könnte sie beginnen, die Erzählung über das Jahr 2020. Und es wird
eine Geschichte über Komplexität. Die ist auch nicht wie ‚Kai aus der Kiste‘ gesprungen, sondern schlichtweg der Zustand
unserer (Arbeits)-Welt. Die wir uns so übrigens selbst geschaffen haben. Wie aber können wir gut damit umgehen? Wie
können wir souverän umgehen mit Überraschungen, Ungewissheit, Turbulenzen und Dynamik? Wie werden wir zu Meistern
der Komplexität? Im Vortrag gibt es Antworten!

Stephanie Borgert

„Selbststeuerung im Mittelstand“

Konfrontiert mit der baldigen Nachfolge als Geschäftsführer des Familienbetriebes, wusste Stephan Heiler eines ganz sicher:
Er wollte weg von starren Hierarchien! In Zukunft sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander sowie mit ihm auf
Augenhöhe in und am Unternehmen arbeiten.

Im zweiten Jahr als Geschäftsführer wagte er dann den Sprung ins kalte Wasser. Nachdem der Veränderungseinstieg zusammen
mit den Führungskräften misslang, ging er auf die komplette Belegschaft zu.

Stephan Heiler

Vom "Wie?" zum "Wer?" – Unternehmensentwicklung in Zeiten hoher Dynamik

Die Gegenwart der Wirtschaft unterscheidet sich von ihrer nahen Vergangenheit durch die stark angewachsene Dynamik. Das
heißt, durch die Menge der Überraschungen die erzeugt oder bewältigt werden müssen. Dieses Problem hat inzwischen drei
Strömungen erzeugt, wie dem zu begegnen sei: Die konservativ sture auf Basis der konservativen BWL. Die romantische, die
hofft, dass "Der Mensch im Mittelpunkt" alles richtet. Und die wissenschaftliche, die daran erinnert, das dynamische Probleme
nur mit Ideen beizukommen ist. Also nicht mehr durch die Frage "Wie?", sondern durch die Suche nach dem "Wer?".   Obwohl
subjektiv verfeindet, sind die beiden ersten Strömungen verbunden durch die Suche nach dem "richtigen Handeln". Das macht
sie dynamikempfindlich und damit konservativ. Die dritte dynamikrobuste Strömung erzeugt zwar schon Neugier, ist aber
noch zu klein und unbedeutend, um ernst genommen zu werden.

Dr. Gerhard Wohland

Alexander ist enttäuscht

Gerade letzte Woche noch hatte er gelesen, dass aktuelle Studien die Wirksamkeit der Agilität bestätigen. Und außerdem hieß
es da, agile Unternehmen mit flachen Hierarchien wären für Mitarbeiter attraktiver als Konzerne, in denen noch nach althergebrachter
Art gemanagt würde. Und agiles Arbeiten würde die Produktivität, die Kreativität und Innovationskraft von Teams geradezu
explodieren lassen ... Okay, bei Marco war das so und bei ihm auch. Aber bei seinen Mitarbeitern? Die meisten würden wohl lieber
wieder wie gewohnt arbeiten. Da explodierte gar nichts – ganz im Gegenteil! Angeblich sollte agiles Arbeiten doch Spaß machen!
Und jetzt? Wenn der Begriff »Ädscheil« auch nur genannt wurde, waren alle genervt und rollten die Augen nach oben ... Nach der
anfänglichen Begeisterung – auch im Team – war sich nun nicht einmal mehr Alexander sicher, ob »agil« wirklich sinnvoll war, und
er erwischte sich immer häufiger dabei, aufgeben zu wollen. Das brachte doch nur Probleme und Ärger! Für seine Firma war das wohl
nichts! So dachte er in letzter Zeit oft. Woran lag es nur, dass die Agilisierung bei ihnen nicht zündete? Alexander beschloss, die Flinte
noch nicht ins Korn zu werfen.

Katahrina Maehrlein