Lean und Industrie 4.0 – zwei Ansätze, ein Ziel?

Lean und Industrie 4.0 – zwei Ansätze, ein Ziel?

Es ranken sich viele Vorurteile und Mythen um die Umsetzungsmöglichkeiten von Industrie 4.0 - nicht nur für die Produktion, sondern für die gesamte Wertschöpfungskette. Einige denken, dass in der Organisation der Zukunft alles vernetzt sein wird - je mehr, desto besser. Andere wiederum glauben, dass der Wandel für das eigene Unternehmen keine Rolle mehr spielen wird und bringen ihre Befürchtungen vor autonomen Maschinen, deren Aufsicht und Handhabung unkontrollierbar sein könnten, zum Ausdruck.

Während der Ausgangsbeschränkungen und den damit verbundenen Konsequenzen in Zeiten von #Corona stellen wir Euch die Impulsbeiträge aus der „Konserve“ zur Verfügung.

18. Mai 2020 1.200 Credits (12,00 €)

Lean Management und Industrie 4.0 – steht das wirklich im Einklang oder kann das weg?

Lean Management, verstanden als strategischer Ansatz für operative Exzellenz in den Dimensionen Zeit, Qualität, Produktivität und Flexibilität, basiert auf Werten und vorgelebten Verhaltensweisen wie Führen vor Ort, Respekt, Teamarbeit etc. Dies sowohl in der Produktion als auch in angrenzenden Bereichen wie Einkauf, Logistik, Entwicklung etc. Lean Management orientiert sich in diesem Sinne stets an Prozessen, in denen Verbesserungspotential entdeckt wird, sowie an Mitarbeitenden, die das Verbesserungspotential aufgreifen und entsprechend handeln.

Es war zu erwarten, dass das Attribut „4.0“ auch vor Lean Management nicht Halt macht und so ist es auch nicht verwunderlich, dass seit einiger Zeit von „klassischem Lean“ in Verbindung mit Lean 4.0 gesprochen wird oder gar von „digitalem Lean“ die Rede ist.

Was aber ist genau damit gemeint? Geht es darum, einzelne Tools, wie zum Beispiel Wertstromanalyse- und design oder Shopfloor Management, mit Hilfe digitaler Technologie zu ersetzen, um weg vom Papier zu kommen?