
Lean Hospital im OP – Warum digitale Prozesse den Unterschied machen
Während industrielle Prozesse auf standardisierte Abläufe setzen, müssen Krankenhäuser flexibel auf individuelle Patientenbedarfe reagieren. Doch wie lassen sich Effizienz und Qualität in der OP-Planung dennoch verbessern? Der Beitrag zeigt, wie digitale Assistenzsysteme manuelle Kommunikationsprozesse ablösen, Transparenz schaffen und OP-Abläufe nachhaltig optimieren – ohne Patienten in ein starres System zu zwängen.
Aufzeichnung des Vortrages von Stefanie Grabow, OP Koordinatorin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen der Veranstaltung "LeanHospital: Krankenhäuser bauen keine Autos - oder warum Patienten auf kein Fließband passen!" am 24. + 25. Septmber 2025 in Salzburg.
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Vorab-Interview zum Vortrag mit Stefanie Grabow, OP Koordinatorin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München
Effizienzsteigerung im Krankenhaus bedeutet nicht, Patienten nach einem starren Schema zu behandeln, sondern intelligente Lösungen zu schaffen, die Abläufe vereinfachen und das Personal entlasten. Der OP ist ein hochkomplexes Umfeld mit vielen beteiligten Berufsgruppen, deren Kommunikation oft noch auf Telefonaten und manuellen Prozessen basiert. Dies führt zu Verzögerungen, ineffizienter Ressourcenplanung und hoher Arbeitsbelastung.
In einer Entwicklungspartnerschaft mit sqior wurde im Klinikum der LMU München ein digitales Assistenzsystem eingeführt, das den OP-Workflow revolutioniert. Die Plattform ermöglicht eine Echtzeitvisualisierung der Prozessschritte, optimiert den Patientenabruf und reduziert unnötige Telefonate durch Automatisierungen.
Durch die Integration verschiedener Systeme entsteht eine transparente, digitale Steuerung der Abläufe. Wartezeiten werden minimiert, der Arbeitsfluss optimiert und die Patientenversorgung verbessert. Der Beitrag zeigt, warum Kliniken Digitalisierung gezielt nutzen sollten, um Effizienz und Qualität zu steigern – ohne das Wohl der Patienten aus den Augen zu verlieren.
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