
Krisen sind geil!
Viele Firmen werden nach den gleichen Grundprinzipien geführt, angebliche Weisheiten werden unhinterfragt übernommen, Rituale gelebt. Ideal sang schon in den 80ern: Am Strand von Tanger liegen sie narkotisiert.
Was wäre, wenn wir es wagen würden, das Hirn anzuschmeißen, was würden wir dann entdecken? Firmokratie, Kennzahlengläubigkeit? Menschen in Organisation, gefangen in Routinen; die sich benehmen, als ob der Kontext, in dem das jeweilige Unternehmen sich befindet, völlig egal ist?
Vielleicht entdecken wir aber auch die Möglichkeit, alltägliches Tun schnörkellos zu denken? Wie wäre es mit ein wenig gesundem Menschenverstand anstatt Buzzwords?
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Viele Unternehmen gleichen sich in ihrer Art, geführt zu werden, bis zur Austauschbarkeit. Dieselben Prinzipien, dieselben Glaubenssätze, dieselben Rituale – nur selten hinterfragt. „So macht man das eben“, heißt es dann. Doch wer genau hinsieht, erkennt schnell: Das ist weniger Weisheit als vielmehr Routine, manchmal auch reine Bequemlichkeit. Die Band Ideal sang schon in den 80ern: „Am Strand von Tanger liegen sie narkotisiert“. Genau dieses Bild drängt sich auf, wenn man beobachtet, wie Organisationen in einer Art Halbschlaf dahinvegetieren – regiert von Gewohnheiten, die längst keinen Sinn mehr ergeben.
Aber was wäre, wenn wir uns trauen würden, das Hirn einzuschalten und kritisch nachzufragen? Vielleicht würden wir entdecken, dass „Firmokratie“ und „Kennzahlengläubigkeit“ zu neuen Dogmen erhoben wurden. Menschen in Organisationen bewegen sich darin, als seien sie Figuren in einem endlosen Theaterstück, dessen Drehbuch niemand mehr liest – sie spielen einfach weiter. Routinen, Prozesse, Checklisten – alles wird befolgt, als wäre der konkrete Kontext des Unternehmens, seine Kunden, seine Umgebung völlig bedeutungslos.
Doch möglicherweise entdecken wir auch etwas anderes: Dass man alltägliches Tun klarer, direkter, ehrlicher denken kann. Dass es nicht immer Buzzwords und Management-Englisch braucht, sondern schlicht gesunden Menschenverstand. Dass wir wieder lernen dürfen, Dinge einfacher zu sehen und Handlungen auf ihren wirklichen Nutzen hin zu prüfen.
Also: Leinen los! Hirn an! Werfen wir über Bord, was uns beschwert – überkommene Glaubenssätze, hohle Phrasen, geistigen Müll. Und lassen wir uns stattdessen mit leichtem Gepäck auf den Weg machen: mit Neugier, Mut und der Bereitschaft, das Offensichtliche nicht länger zu übersehen.
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